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<title>Südtiroler Schützenbund - Patria Germania</title>
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<title>Südtirols Sprachmodell ist europaweit vorbildlich – Grundrechte dürfen nicht verwässert werden</title>
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<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:11:06 +0000</pubDate>
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<content:encoded><![CDATA[<p>BOZEN – Der Südtiroler Schützenbund und der Südtiroler Heimatbund haben am 19. Juni 2026 im Rainerum in Bozen am Fachkongress „Das Grundrecht auf Gebrauch der deutschen Sprache im Strafverfahren vor der Südtiroler Gerichtsbarkeit anhand konkreter Beispiele“ teilgenommen, der von der Rechtsanwaltskammer Bozen und der Strafverteidigerkammer Bozen organisiert wurde.</p> <p>Die wissenschaftlichen Beiträge zeigten eindrucksvoll, dass das Südtiroler Sprachschutzsystem vor Gericht im internationalen Vergleich eine Besonderheit darstellt. Während in Staaten wie Belgien oder der Schweiz institutionelle und territoriale Erwägungen oftmals Vorrang genießen, stellt das Südtiroler Modell das subjektive Recht des Einzelnen auf Gebrauch seiner Sprache in den Mittelpunkt. Die deutsche Sprache ist vor Südtirols Gerichten nicht bloß Gegenstand von Übersetzung und Dolmetschung, sondern gleichberechtigte Verfahrenssprache.</p> <p>Gerade deshalb erfüllt es die Zivilgesellschaft mit Sorge, wenn, wie berichtet, in der gerichtlichen Praxis immer wieder Situationen auftreten, in denen Betroffene indirekt oder direkt dazu bewegt werden sollen, auf ihre Sprachrechte zu verzichten.</p> <p>Die Frage, ob jemand auf eine Übersetzung oder auf ein Verfahren in deutscher Sprache verzichten wolle, darf niemals zur Routine werden. Ein Grundrecht ist kein lästiges Hindernis für die Verwaltung des Verfahrens, sondern eine unverzichtbare Garantie eines fairen Verfahrens.</p> <p>Die im Rahmen des Kongresses vorgestellten Erkenntnisse machen deutlich, dass das Südtiroler Sprachrecht weit über klassischen Minderheitenschutz hinausgeht. Es ist Ausdruck von Rechtsstaatlichkeit, Verteidigungsrechten und effektiver Verfahrensgerechtigkeit. Ein Recht, das nur auf dem Papier besteht oder dessen Ausübung erschwert wird, verliert seinen Wert.</p> <p>Der Südtiroler Schützenbund und der Südtiroler Heimatbund erinnern deshalb die politischen Verantwortungsträger an ihre Verpflichtung, die tatsächliche Gleichstellung der deutschen Sprache auch praktisch sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere die konsequente Bereitstellung deutscher Fassungen von Gesetzestexten, grundlegender juristischer Literatur, Kommentaren und anderen für die Rechtsanwendung wesentlichen Werken. Sprachliche Gleichstellung darf nicht an fehlenden Ressourcen oder mangelnder Priorität scheitern.</p> <p>Die Südtiroler Zivilgesellschaft wird auch künftig eine wachsame Hüterin dieser Rechte bleiben. Sprachrechte dürfen nicht theoretisch und illusorisch sein, sondern müssen – im Sinne eines modernen Rechtsstaates – praktisch und wirksam gewährleistet werden.</p> <figure class="image align-center"><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19-Tagung-Muttersprache-1400x933.jpeg" width="700" alt="Roland Lang (Südtiroler Heimatbund) und Christoph Schmid (Südtiroler Schützenbund)"> <figcaption>Roland Lang (Südtiroler Heimatbund) und Christoph Schmid (Südtiroler Schützenbund)</figcaption> </figure> <p><br></p> <p><br></p> <p><br></p> <p><br></p>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>65 Jahre Feuernacht – Als ein Volk nicht schwie</title>
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<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 12:31:34 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<p>PUSTERTAL – 65 Jahre nach der „Feuernacht“ hat der Schützenbezirk Pustertal ein sichtbares Zeichen gesetzt. Mit Bergfeuern, Lichtinstallationen und leuchtenden „65“-Schriftzügen erinnerten die Schützen an den 11. Juni 1961 – eine Nacht, die Geschichte schrieb.</p> <p>Damals erschütterten Explosionen das Land: 37 Strommasten wurden gesprengt. Die Aktionen des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) lenkten die Aufmerksamkeit der Welt auf den Süden Tirols im Spannungsfeld von Politik, Identität und Zugehörigkeit.</p> <p>Doch hinter den historischen Fakten stehen menschliche Schicksale und eine Zeit voller Unsicherheit.</p> <blockquote> <p>„Menschen aus ganz Tirol haben sich vor 65 Jahren selbstlos und unter Einsatz des eigenen Lebens für Freiheit und Gerechtigkeit eingesetzt. Ihrer zu Gedenken und ihnen zu danken ist unsere Pflicht. Besonders denken wir heuer an Siegfried Steger und die Puschtra Buibm“, so Bezirksmajor Thomas Innerhofer.</p> </blockquote> <p>Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren geprägt von Spannungen, vom Gefühl vieler Südtiroler, übergangen und unterdrückt zu werden. Italienische Zuwanderung, Benachteiligung und Repression gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung führten zu wachsender Unzufriedenheit.</p> <p>Die Feuernacht wurde zum Ausdruck dieses Konflikts – und zugleich zum Wendepunkt.</p> <p>Was folgte, war eine harte Antwort des Staates: willkürliche Verhaftungen, brutalste Folterungen, Prozesse gegen unzählige Südtiroler und Berichte über Gewalt prägten die Zeit danach. 25.000 Soldaten wurden in unsere Heimat geschickt, was einer militärischen Besetzung des Landes und der totalen Überwachung der Bevölkerung gleichkam. Die Wunden dieser Jahre sind immer noch nicht verheilt und bis heute spürbar.</p> <p>Umso wichtiger ist das gemeinsame Erinnern. Wenn heute Feuer in den Bergen brennen, dann mahnen sie, nicht nur die Opfer dieser unsäglichen Zeit der Südtiroler Geschichte nicht zu vergessen: sie verbinden Vergangenheit und Gegenwart – still, aber unübersehbar.</p> <p><br></p>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>Der Juni ist in Tirol der Herz-Jesu-Monat</title>
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<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 15:33:00 +0000</pubDate>
<category>index</category>

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<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <p>BOZEN – Am Herz-Jesu-Sonntag wird in ganz Tirol mit feierlichen Prozessionen, dem Herz-Jesu-Bundeslied und den Bergfeuern an jenes Gelöbnis erinnert, das unsere Vorfahren in Zeiten von Not und Gefahr dem Heiligsten Herzen Jesu anvertraut haben.</p> <blockquote> <p>„Der Juni ist in Tirol seit jeher der Herz-Jesu-Monat“, erinnert Landeskommandant Christoph Schmid. „Im Jahr 1796 hat sich das Land Tirol in größter Bedrängnis dem Herzen Jesu anvertraut. Dieses Gelöbnis ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschichte, unserer Identität und unseres christlichen Selbstverständnisses.“</p> </blockquote> <p>Die Schützen leben diese Tradition seit Generationen weiter – mit Kirchgängen, Prozessionen, Gelöbniserneuerungen und den weithin sichtbaren Herz-Jesu-Feuern auf den Bergen.</p> <blockquote> <p>„Diese Feuer sind nicht irgendein Brauchtum, sondern ein sichtbares Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Zusammenhalt“, unterstreicht der Landeskommandant. „Gerade in einer Zeit, in der im Juni vieles <b>öffentlich inszeniert</b> und <b>symbolisch aufgeladen</b> wird, sollten wir in Tirol zuerst jene Traditionen würdigen, die unser Land seit Jahrhunderten geprägt haben.“</p> </blockquote> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-Christoph-Schmid-Herz-Jesu-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p><b>Wer im Juni Flagge zeigen will, sollte daher auch daran denken, wofür dieser Monat in Tirol seit jeher steht: für das Herz Jesu, für Treue, für Glauben und für Heimat.</b></p> <p>Der Südtiroler Schützenbund ruft die Bevölkerung deshalb dazu auf, anlässlich des Herz-Jesu-Festes die Tiroler Fahne auszuhängen, die kirchlichen Feiern mitzufeiern und die Tradition der Bergfeuer mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein weiterzutragen.</p> <p><b>Die Herz-Jesu-Feuer sind sichtbarer Ausdruck der Freude über Gottes Segen und zugleich ein Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte Tirols.</b></p> <p>Im Jahr 1796, als napoleonische Truppen an den Landesgrenzen standen, beschlossen die Tiroler Landstände, göttlichen Beistand durch ein feierliches Gelöbnis an das Herz Jesu zu erbitten. Aus diesem Versprechen erwuchs die bis heute bestehende Verpflichtung, den Herz-Jesu-Freitag zu begehen und den Bund jedes Jahr am Herz-Jesu-Sonntag durch feierliche Prozessionen zu erneuern.</p> <p><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2023/06/Herz-Jesu-Feuer-1400x933.jpg" width="700" alt=""></p> </div> </div>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>Letztes Geleit für den Südtirol-Aktivisten Dr. Josef „Pepi“ Fontana</title>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 12:34:40 +0000</pubDate>
<category>index</category>

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<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <div> <div> <p>NEUMARKT – Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, wurde der Südtirol-Aktivist, Historiker und Ehrenkranzträger des Südtiroler Schützenbundes, Dr. Josef „Pepi“ Fontana, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und begleitet von zahlreichen Schützen und Marketenderinnen zur letzten Ruhe im Herrn geleitet.</p> <p><br></p> </div> </div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-10-Sargwache-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> <div><br></div> <p>Der Trauergottesdienst fand in der Kapuzinerkirche von Neumarkt statt und wurde von Dekan Christoph Schweigl zelebriert. Landeskommandant Christoph Schmid, Ehrenlandeskommandant Elmar Thaler sowie die Ehrenmajore Robert Ventir und Franzjosef Roner erwiesen dem Verstorbenen die Ehre und stellten die Sargwache.</p> <p>Aus dem Hohen Haus der Politik nahmen Landesrat Luis Walcher sowie die Landtagsabgeordneten Harald Stauder, Andreas Leiter Reber, Sven Knoll, Hannes Rabensteiner, Franz Ploner und Jürgen Wirth Anderlan teil.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-10-Martha-Stocker-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>In der Kapuzinerkirche zeichnete <b>Martha Stocker</b> das Leben und Wirken Josef Fontanas nach. Sie würdigte ihn als einen Menschen, der der Heimat „im tiefsten Sinne der Bedeutung“ verbunden gewesen sei – nicht sentimental, sondern im Bewusstsein, dass Heimat und Menschen Einsatz und Verantwortung brauchen. Fontana sei geprägt gewesen von einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden, von Unbestechlichkeit in der Suche nach Wahrheit, von akribischem Dokumentieren, großem kulturellen Interesse und einem enormen Wissen, das er stets leise und ohne Aufhebens weitergegeben habe.</p> <p>Stocker erinnerte daran, dass Josef Fontana ein „Kind der Zeit und der Umstände“ gewesen sei – geprägt von der Ungerechtigkeit, die Südtirol und seinen Menschen widerfahren war. Er habe zu jenen gehört, die in der schweren Zeit Südtirols Verantwortung übernommen hätten, um auf schreiende Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Dabei sei er einer der klarsten Vertreter der Linie Sepp Kerschbaumers gewesen, der stets die Maxime ausgegeben hatte, kein Menschenleben zu gefährden.</p> <p>Auch auf den hohen persönlichen Preis, den Josef Fontana für seinen Einsatz bezahlt hatte, ging Martha Stocker ein. Fast acht Jahre verbrachte er im Gefängnis. Diese Zeit nutzte er nicht nur zur Vorbereitung auf die Externisten-Matura, sondern auch zur intensiven Beschäftigung mit europäischer Geschichte, Kultur- und Geistesgeschichte, Literatur und Malerei. Später studierte er Geschichte, Germanistik und Philosophie und promovierte mit seinem umfassenden Werk über den Kulturkampf in Tirol, das zu einem Standardwerk der tirolischen Geschichtsschreibung wurde.</p> <p>Besonders hervorgehoben wurde auch Fontanas jahrzehntelanges Wirken im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich. Als Generalsekretär des Südtiroler Kulturinstituts von 1985 bis 1999 widmete er sich in vielfältiger Weise der Kulturarbeit. Daneben entstanden zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, darunter bedeutende Werke zur Geschichte Tirols, zu seiner Heimatgemeinde Neumarkt und zum Unterland, zur Geschichte des italienischen Nationalismus sowie zur Person Sepp Kerschbaumers. Bis zuletzt arbeitete Fontana mit großer Akribie an historischen Themen, insbesondere an seinem unvollendeten Werk über die sogenannten Wienerkinder nach dem Ersten Weltkrieg.</p> <p>Nach dem Trauergottesdienst bewegte sich die Trauergemeinde zum Friedhof von Neumarkt, wo Dekan Christoph Schweigl die Einsegnung vornahm.</p> </div> </div> <div><br></div> <div><br></div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-10-Christoph-Schmid-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> <div> <div> <p>Am offenen Grab ergriff <b>Landeskommandant Christoph Schmid</b> das Wort. In seiner Grabrede würdigte er Dr. Josef „Pepi“ Fontana als einen Menschen, der sein Leben in besonderer Weise in den Dienst seiner Heimat gestellt habe. Fontana sei Historiker, Forscher, Chronist und Zeitzeuge gewesen – aber mehr noch: ein Südtiroler, der gewusst habe, woher er komme und was seinem Land widerfahren sei.</p> <p>Schmid erinnerte daran, dass Josef Fontana jener Generation angehörte, die Unterdrückung, Entnationalisierung und Italianisierung nicht nur aus Büchern kannte, sondern aus dem eigenen Erleben und aus dem Schicksal des Volkes. Gerade deshalb dürfe man mit aller Klarheit sagen, dass ohne Männer wie Josef Fontana die Italianisierung Südtirols nicht gestoppt worden wäre. Vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheine – Sprache, Schule, Kultur, Eigenständigkeit und das Bewusstsein als Tiroler im Süden des Landes – sei nicht vom Himmel gefallen, sondern erkämpft, verteidigt und bewahrt worden.</p> <p>Für den Südtiroler Schützenbund, so Schmid, sei Dr. Josef Fontana ein besonderer Mann gewesen. Als Ehrenkranzträger des Bundes und Ehrenmitglied der Schützenkompanie Neumarkt sei er dem Schützenwesen eng verbunden gewesen. Er habe gewusst, dass die Schützen nicht bloß Folklore seien, sondern Träger eines geschichtlichen Auftrags. Tracht, Fahne und Gewehr hätten nur dann Sinn, wenn dahinter Überzeugung, Verantwortung und Treue zur Heimat stünden.</p> <p>Landeskommandant Christoph Schmid dankte dem Verstorbenen für seine Treue, seinen Mut, seine Beharrlichkeit, seine Disziplin und sein unermüdliches Wirken. Josef Fontana habe nicht nur über Geschichte geschrieben, sondern sei selbst Teil der Geschichte Südtirols geworden. Zugleich mahnte Schmid, dass dieser Abschied für die Schützen auch Auftrag sei: Es genüge nicht, an den Gräbern großer Männer schöne Worte zu sprechen. Vielmehr gelte es, ihr Erbe weiterzutragen, wachsam zu bleiben und Sprache, Kultur, Identität und Heimat auch in Zukunft mit Mut und Anstand zu verteidigen – nicht aus Hass gegen andere, sondern aus Liebe zum Eigenen.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-10-SK-Neumarkt-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Nach der Grabrede spielte die Bläsergruppe der Musikkapelle Neumarkt die Weise vom Guten Kameraden. Als letzte Ehrenbezeugung für ihr verstorbenes Ehrenmitglied feuerte die Schützenkompanie Neumarkt eine Ehrensalve ab. Anschließend wurde die Schützenfahne dreimal über das offene Grab gesenkt.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><img src="https://schuetzen.com/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-10-SK-Neumarkt-Fahne-1400x933.jpg" width="700" alt=""></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Mit Dr. Josef „Pepi“ Fontana verliert Südtirol einen aufrechten Patrioten, einen gewissenhaften Historiker und einen stillen, aber unbeirrbaren Diener der Wahrheit. Der Südtiroler Schützenbund wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div> <div> <blockquote> <p>Geschätzte Trauerfamilie, verehrte Angehörige, liebe Schützenkameraden, liebe Trauergemeinde, wir stehen heute am Grab von Dr. Josef „Pepi“ Fontana.</p> <p>Wir stehen hier in Dankbarkeit, in Ehrfurcht und in stiller Trauer. Ein Mensch ist von uns gegangen, der sein Leben nicht nur gelebt, sondern in besonderer Weise in den Dienst seiner Heimat gestellt hat. Ein Mensch, der nicht weggeschaut hat, als andere geschwiegen haben. Ein Mensch, der Verantwortung übernommen hat, als es Mut brauchte, Verantwortung zu übernehmen.</p> <p>Josef Fontana war Historiker, Forscher, Chronist und Zeitzeuge. Aber er war mehr als das. Er war ein Südtiroler, der wusste, woher er kam. Einer, der wusste, was unserem Land widerfahren ist. Und einer, der verstanden hat, dass Heimat nicht einfach Besitz ist, sondern Auftrag.</p> <p>Pepi Fontana gehörte zu jener Generation, die die schwere Zeit der Unterdrückung, der Entnationalisierung und der Italianisierung nicht aus Büchern kannte, sondern aus dem eigenen Erleben und aus dem Schicksal unseres Volkes. Diese Generation hat erlebt, wie versucht wurde, Sprache, Namen, Kultur und Identität eines Landes zurückzudrängen. Sie hat erlebt, was es bedeutet, wenn ein Volk in seiner angestammten Heimat nicht mehr es selbst sein darf.</p> <p>Und gerade deshalb dürfen wir heute mit aller Klarheit sagen: Ohne Männer wie Josef Fontana wäre die Italianisierung Südtirols nicht gestoppt worden. Ohne ihren Mut, ohne ihre Standhaftigkeit, ohne ihre Bereitschaft, persönliche Opfer auf sich zu nehmen, wäre unser Land heute wohl ein anderes. Vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint – unsere Sprache, unsere Schule, unsere Kultur, unsere Eigenständigkeit, unser Bewusstsein als Tiroler im Süden des Landes – ist nicht vom Himmel gefallen. Es wurde erkämpft, verteidigt und bewahrt.</p> <p>Josef Fontana hat dafür einen hohen Preis bezahlt. Er hat Verfolgung, Haft und persönliche Belastungen auf sich genommen. Er hat nicht den bequemen Weg gewählt. Aber er hat einen Weg gewählt, der aus einer tiefen Liebe zu seiner Heimat kam.</p> <p>Wir wissen: Geschichte ist nicht immer einfach. Sie ist oft schwer, oft schmerzhaft und oft voller Wunden. Aber ein Volk, das seine Geschichte vergisst, verliert den Blick für seine Zukunft. Pepi Fontana hat sein Leben lang dazu beigetragen, dass diese Geschichte nicht vergessen wird. Als Historiker hat er geforscht, gesammelt, geschrieben und erklärt. Als Zeitzeuge hat er erinnert. Als Mensch hat er Haltung gezeigt.</p> <p>Für den Südtiroler Schützenbund war Dr. Josef Fontana ein besonderer Mann. Als Ehrenkranzträger unseres Bundes und als Ehrenmitglied der Schützenkompanie Neumarkt war er mit dem Schützenwesen eng verbunden. Er wusste, dass die Schützen nicht Folklore sind, sondern Träger eines geschichtlichen Auftrags. Er wusste, dass Tracht, Fahne und Gewehr nur dann Sinn haben, wenn dahinter Überzeugung, Verantwortung und Treue zur Heimat stehen.</p> <p>Lieber Pepi, wir danken dir heute für deine Treue. Wir danken dir für deinen Mut. Wir danken dir für deine Beharrlichkeit, für deine Disziplin und für dein unermüdliches Wirken. Du hast nicht nur über Geschichte geschrieben – du bist selbst Teil der Geschichte unseres Landes geworden.</p> <p>Unser Mitgefühl gilt heute besonders deiner Familie und allen, die dir nahestanden. Der Abschied von einem geliebten Menschen ist immer schwer. Möge euch der Gedanke Trost geben, dass Josef Fontana Spuren hinterlässt, die bleiben. Spuren in den Herzen seiner Angehörigen, Spuren in der Erinnerung seiner Kameraden, Spuren in der Geschichte unseres Landes.</p> <p>Für uns Schützen ist dieser Abschied auch ein Auftrag. Es genügt nicht, an den Gräbern großer Männer schöne Worte zu sprechen. Wir müssen ihr Erbe weitertragen. Wir müssen wachsam bleiben. Wir müssen unser Land, unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Identität auch in Zukunft mit Mut und Anstand verteidigen. Nicht aus Hass gegen andere, sondern aus Liebe zum Eigenen. Nicht rückwärtsgewandt, sondern verantwortungsvoll für kommende Generationen.</p> <p>Josef Fontana hat seinen Beitrag geleistet. Nun liegt es an uns, nicht müde zu werden.</p> <p>Lieber Pepi, der Südtiroler Schützenbund verneigt sich vor dir. Deine Kameraden und ich als Landeskommandant, wir grüßen dich. Und wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren. Und wir rufen dir da oben in Ehrfurcht und Dankbarkeit zu: Kamerad, wir danken dir. Und möge Gott dir vergelten, was du für den Süden Tirols und für unsere Heimat getan hast.</p> <p>Ruhe in Frieden.</p> </blockquote> </div> </div>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>Fahnenhissung bei der Dornenkrone am Timmelsjoch</title>
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<pubDate>Sun, 31 May 2026 10:25:22 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<h2>Schützen und Bürgermeister setzen gemeinsames Zeichen an der Unrechtsgrenze</h2> <p><b>TIMMELSJOCH – Bei der Dornenkrone am Timmelsjoch fand heute eine schlichte, aber symbolträchtige Fahnenhissung statt. Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde, Mjr. Christoph Schmid für den Südtiroler Schützenbund, Mjr. Thomas Saurer für den Bund der Tiroler Schützenkompanien und Mjr. Enzo Cestari für den Welschtiroler Schützenbund, trafen sich dabei gemeinsam mit den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden.</b></p> <div> <p>An der Feier nahmen der Bürgermeister von Sölden, Ernst Schöpf, der Bürgermeister von Moos in Passeier, Stefan Illmer, sowie der Bürgermeister von St. Leonhard in Passeier, Robert Tschöll, teil. Ebenfalls mit dabei waren die Bataillonskommandanten Simon Klotz vom Bataillon Ötztal und Artur Oberprantacher vom Bataillon Passeier. Gemeinsam wurden bei der Dornenkrone die Tiroler Fahne sowie die Fahnen der Schützenbataillone gehisst – als sichtbares Zeichen der Verbundenheit über die heutige Unrechtsgrenze hinweg.</p> <p>Die Dornenkrone am Timmelsjoch wurde am 21. September 2024 feierlich eingeweiht und steht seither als Mahnmal für die Teilung Tirols, aber auch als Zeichen des Zusammenhalts innerhalb der historischen Landesteile. Gerade am Timmelsjoch, an einer Grenze, die Tirol bis heute trennt, erhält dieses Symbol eine besondere Bedeutung.</p> <div> <div> <div>Im Bild von links: BGf. Mjr. Egon Zemmer, BM Stefan Illmer, BM Ernst Schöpf, BM Robert Tschöll, BKdt. Artur Oberprantacher, Obm. Basilius Praxmarer, LKdt. Mjr. Thomas Saurer, LKdt. Mjr. Enzo Cestari, LKdt. Mjr. Christoph Schmid und BKdt. Simon Klotz.</div> </div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Im Rahmen der heutigen Zusammenkunft wurden auch kleine Erinnerungsgeschenke überreicht. Die Bürgermeister Ernst Schöpf, Stefan Illmer und Robert Tschöll erhielten jeweils ein Bild der Dornenkrone. Ebenso wurden der Obmann der Timmeltalalpe, Basilius Praxmarer, sowie der Projektleiter Artur Oberprantacher von der Firma Metall Projekt mit einem Bild der Dornenkrone bedacht.</p> <p>Mit dieser Geste dankte der Verband Tiroler Schützen allen Beteiligten, die zur Verwirklichung dieses besonderen Projektes beigetragen haben. Ohne das Zusammenwirken der Gemeinden, der Schützenbataillone, der Grundeigentümer und der ausführenden Betriebe wäre die Errichtung der Dornenkrone an der Unrechtsgrenze mitten in Tirol nicht möglich gewesen.</p> </div> </div> <div><br></div> <div><br></div> <div> <div> <p>Landeskommandant Christoph Schmid betonte im Namen der drei Schützenbünde die Bedeutung des gemeinsamen Auftretens:</p> <blockquote> <p>„Die Dornenkrone erinnert uns daran, dass Tirol durch eine Grenze geteilt wurde. Zugleich zeigt sie aber, dass unsere Verbundenheit stärker ist als jede Grenzlinie. Die heutige Fahnenhissung ist ein schlichtes, aber deutliches Zeichen des Zusammenhalts.“</p> </blockquote> <p>Die drei Landeskommandanten dankten den Bürgermeistern und allen Unterstützern für ihre Bereitschaft, dieses Projekt mitzutragen und den Ort der Dornenkrone weiterhin als Zeichen der Erinnerung, der Verantwortung und der Tiroler Zusammengehörigkeit sichtbar zu halten.</p> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/05/30/fahnenhissung-bei-der-dornenkrone-am-timmelsjoch/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/05/30/fahnenhissung-bei-der-dornenkrone-am-timmelsjoch/</a></p> </div> </div> </div>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>Verwaltungsstrafe gegen TIROL-Schriftzug: Urteil am 14. Oktober</title>
<link>https://patria-germania.de/sudtiroler-schutzenbund/1481-verwaltungsstrafe-gegen-tirol-schriftzug-urteil-am-14-oktober.html</link>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 16:01:22 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <h2>Friedensgericht Brixen verhandelte Rekurs gegen Strafe – Verteidigung rügt Eingriff in die Meinungsfreiheit und Missachtung der Sprachbestimmungen</h2> <p><b>BRIXEN/VINTL – Am heutigen Mittwoch, den 27. Mai 2026, fand vor dem Friedensgericht Brixen die Erstverhandlung im Verfahren gegen die verhängte Verwaltungsstrafe wegen des Schriftzugs „TIROL“ auf einer privaten Wiese in Vintl statt. Das Urteil soll am 14. Oktober 2026 um 11.45 Uhr verkündet werden.</b></p> <p>Rechtsanwalt Nicola Canestrini bekräftigte vor Gericht die zentralen Einwände, die bereits im Rekurs vorgebracht worden waren. Im Mittelpunkt stehen der mögliche Missbrauch der Straßenverkehrsordnung zur indirekten Einschränkung der Meinungsfreiheit sowie die problematische Anwendung von Normen, die eigentlich dem Schutz der Verkehrssicherheit dienen sollen, im konkreten Fall aber zur Sanktionierung einer identitären und kulturellen Ausdrucksform herangezogen wurden.</p> <p>Besonders kritisch bewertete die Verteidigung zudem, dass das Regierungskommissariat seine Einlassungsschrift weitgehend auf Italienisch verfasst hatte, obwohl der Rekurs vollständig in deutscher Sprache eingebracht worden war.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <blockquote> <p>„Ich bin empört“, erklärte Rechtsanwalt <b>Nicola Canestrini</b> nach der Verhandlung. „Entweder kennt das Regierungskommissariat die seit Jahrzehnten geltenden Sprachbestimmungen nicht, wonach Schriftsätze in jener Sprache abzufassen sind, die der Rekurssteller gewählt hat – hier eindeutig Deutsch -, oder dieses Recht wird bewusst ignoriert. Deshalb haben wir ausdrücklich die Nichtigkeit eingewendet.“</p> </blockquote> <p>Canestrini erinnerte daran, dass die Sprachregelungen in Südtirol „keine folkloristische Besonderheit“, sondern Ausdruck eines verfassungsrechtlich und völkerrechtlich abgesicherten Minderheitenschutzes seien.</p> <p>Das Gericht entschied heute, keine weitere Beweisaufnahme zuzulassen. Nach Auffassung des Friedensrichters seien von Seiten der Rekursstellerin bereits umfassende Unterlagen, technische Ausführungen und wissenschaftliche Nachweise eingebracht worden.</p> <p>Die Verhandlung wurde auf den <b>14. Oktober 2026 um 11.45 Uhr</b> zur Urteilsverkündung vertagt.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Im Gerichtssaal anwesend war auch der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, <b>Mjr. Christoph Schmid</b>. Er erklärte nach der Verhandlung:</p> <blockquote> <p>„TIROL ist kein Vergehen – TIROL ist unsere Heimat. Das Wort bezeichnet die historische und geografische Heimat unseres Landes. Es ist keine Werbung, kein Propagandaplakat und kein Verkehrszeichen, sondern Ausdruck unserer Kultur und Identität. Wer einen Schriftzug auf einer privaten Wiese mit der Straßenverkehrsordnung ahndet, betreibt der Sache nach Zensur. Wir vertrauen darauf, dass das Friedensgericht diese Angelegenheit im Sinne der Grundrechte entscheidet.“</p> </blockquote> <p>Der Südtiroler Schützenbund bekräftigt seine Unterstützung für die betroffene Grundbesitzerin. Der Fall habe längst grundsätzliche Bedeutung erlangt: Es gehe nicht nur um eine Verwaltungsstrafe von 430 Euro, sondern um die Frage, ob kulturelle und identitäre Ausdrucksformen unter dem Vorwand verkehrsrechtlicher Bestimmungen sanktioniert werden dürfen.</p> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/05/27/verwaltungsstrafe-gegen-tirol-schriftzug-urteil-am-14-oktober/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/05/27/verwaltungsstrafe-gegen-tirol-schriftzug-urteil-am-14-oktober/</a></p> </div> </div>]]></content:encoded>
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<title>Schriftzug „TIROL“ in Vintl – Rekurs gegen die Verwaltungsstrafe</title>
<link>https://patria-germania.de/sudtiroler-schutzenbund/1482-schriftzug-tirol-in-vintl-rekurs-gegen-die-verwaltungsstrafe.html</link>
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<pubDate>Tue, 26 May 2026 12:43:56 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <h2>Der Südtiroler Schützenbund steht hinter der bestraften Bäuerin</h2> <p><b>Die Verteidigung rügt unter anderem einen unzulässigen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Die Verhandlung findet am Mittwoch, den 27. Mai 2026 um 10.10 Uhr vor dem Friedensgericht Brixen statt.</b></p> <p><b>BOZEN/VINTL – Gegen die Verwaltungsstrafe von 430 Euro, welche die Carabinieri-Station Vintl einer Landwirtin wegen des Schriftzugs „TIROL“ auf ihrer Wiese auferlegt haben, ist Rekurs eingebracht worden. Die Beschwerde nach Art. 204-bis der Straßenverkehrsordnung wurde von Rechtsanwalt Nicola Canestrini beim Friedensgericht Brixen eingereicht.</b></p> <p>Der Südtiroler Schützenbund, der sich von Anfang an hinter die Grundbesitzerin gestellt hat, begrüßt, dass die Angelegenheit nun einer gerichtlichen Klärung zugeführt wird. Beanstandet worden war ein mattroter Schriftzug aus rund 2 Meter hohen Buchstaben, der auf einer Wiese des Hofes angebracht ist – also auf Privatgrund, etwa 60 Meter von der Staatsstraße SS49 entfernt. Vorgeworfen wird ein Verstoß gegen Art. 23 der Straßenverkehrsordnung, jene Bestimmung, die Werbung und Propaganda entlang der Straßen regelt.</p> <p><b>Kein Werbeschild, keine Gefahr für den Verkehr</b></p> <p>In ihrer Beschwerde hält die Verteidigung zunächst fest, dass Art. 23 der Straßenverkehrsordnung schon dem Wortlaut nach nicht einschlägig ist. Die Norm trägt die Überschrift „Werbung auf Straßen und Fahrzeugen“ und untersagt Schilder, Plakate und Werbeanlagen mit Werbe- oder Propagandazweck, die zugleich konkret geeignet sein müssen, die Verkehrssicherheit zu gefährden. Beim Wort „TIROL“ handle es sich aber weder um ein Schild noch um Werbung: Es nennt schlicht den Namen der historischen und geografischen Region, ohne Marke, Symbol oder kommerziellen Bezug.</p> <p>Ebenso wenig sei eine konkrete Gefahr für den Verkehr erkennbar. Der Schriftzug steht seitlich, auf einem schnurgeraden Straßenabschnitt ohne Kurven, Kreuzungen oder Verkehrszeichen; aus der Entfernung von 60 Metern wird er von den Vorbeifahrenden nur als wenige Zentimeter großes Element am Rande der Szene wahrgenommen. Bezeichnenderweise wurde die Strafe erst mehrere Tage nach dem Anbringen verhängt, und in der Zwischenzeit hat sich kein einziger Unfall ereignet – ein Umstand, der die behauptete Gefährlichkeit zusätzlich entkräftet.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <p><b>Im Kern eine Frage der Meinungsfreiheit – und der Zensur</b></p> <p>Über die straßenverkehrsrechtliche Ebene hinaus rügt die Verteidigung ausdrücklich einen unzulässigen Eingriff in die Meinungs- und Gedankenfreiheit, wie sie von Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention und von Art. 21 der italienischen Verfassung geschützt wird. Der Verdacht liegt nahe, dass eine Bestimmung, die dem Schutz der Verkehrssicherheit dient, hier zweckentfremdet wurde, um einen kulturellen und identitären Ausdruck zu unterbinden. Dass es in Wahrheit nicht um den Verkehr, sondern um den politischen Gehalt geht, zeigt schon die mediale und politische Reaktion: So hatte der Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo den Schriftzug öffentlich als „Provokation“ bezeichnet.</p> <p><b>Die Verteidigung verweist zudem auf einen einschlägigen Präzedenzfall</b></p> <blockquote> <p>„In Desio war einem Imker für ein Pro-Palästina-Transparent dieselbe Strafe von 430 Euro nach Art. 23 der Straßenverkehrsordnung auferlegt worden – und kurz darauf wieder aufgehoben worden. Wo eine Norm mit anderem Schutzzweck dazu gebraucht wird, unliebsame Meinungen aus dem öffentlichen Raum zu drängen, ist rechtsstaatlich höchste Vorsicht geboten. Genau hier sehe ich den Kern des Falles – es geht nicht um ein Lineal an der Straße, sondern um die Frage, ob das Wort TIROL unter Berufung auf die Verkehrsordnung zensiert werden darf“, so Rechtsanwalt Canestrini.</p> </blockquote> <p><br></p> <p><b>Tirol ist kein Vergehen, Tirol ist unsere Heimat</b></p> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/05/25/schriftzug-tirol-in-vintl-rekurs-gegen-die-verwaltungsstrafe/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/05/25/schriftzug-tirol-in-vintl-rekurs-gegen-die-verwaltungsstrafe/</a></p> </div>]]></content:encoded>
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<title>Alpenregionstreffen: Innsbruck fest in Schützenhand</title>
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<pubDate>Mon, 18 May 2026 12:30:33 +0000</pubDate>
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<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <h3><b>Ein starkes Zeichen der Verbundenheit innerhalb der Alpenregion</b></h3> <p><b>INNSBRUCK</b> <b>– Am Sonntag, den 17. Mai 2026, fand in Innsbruck das 28. Alpenregionstreffen der Schützen statt. Mehr als 12.000 Schützen, Marketenderinnen, Musikanten und Gäste aus ganz Tirol und Bayern waren in die Landeshauptstadt Tirols gekommen.</b></p> <p>Unter dem Motto <b>„Miteinander für unsere Heimat“</b> wurde sichtbar, was die Alpenregion der Schützen seit Jahrzehnten trägt: Heimatbewusstsein, christliche Werte, Traditionspflege, Kameradschaft und der Wille, das gemeinsame Erbe auch in Zukunft lebendig zu halten.</p> <p><b>Rund 1.500 Schützen und Marketenderinnen aus dem Süden Tirols</b> nahmen an diesem großen Schützentreffen teil und setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen der Treue zur Heimat, der gelebten Kameradschaft und der Verbundenheit über die heutigen Staatsgrenzen hinweg.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p><b>Der feierliche Auftakt</b> fand bereits am Samstagabend im Zentrum von Innsbruck statt: mit einem landesüblichen Empfang, der offiziellen Übergabe der Alpenregionsfahne und dem Hissen der Fahnen auf dem Landhausplatz. Anschließend folgten kurze Interviews mit den Ehrengästen, ehe der große Österreichische Zapfenstreich den würdigen Abschluss des Abends bildete. Dieser wurde unter Mitwirkung der Ehrenkompanie des Bataillons Innsbruck, der Musikkapelle Hötting, der Gebirgsschützenkompanie Garmisch, der Ehrenkompanie der Garde des Österreichischen Bundesheeres sowie der Militärmusik Tirol durchgeführt und verlieh dem Vorabend des Alpenregionstreffens einen besonders feierlichen Rahmen.</p> <p>Bereits der geschichtsträchtige Ort des <b>Festgottesdienstes</b> verlieh dem Treffen eine besondere Bedeutung. Am Bergisel, wo im Jahr 1809 Tiroler Freiheitskämpfer für Heimat und Freiheit einstanden, versammelten sich die Schützen der Alpenregion zur Heiligen Messe. Zelebriert wurde diese von Landeskurat Martin Ferner gemeinsam mit dem Abt des Stiftes Wilten, Schützenkurat Prälat Leopold Baumberger OPraem. Der Bergisel wurde damit einmal mehr zu einem Ort des Gedenkens, der Besinnung und der gemeinsamen Verpflichtung.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p><b>Der offizielle Empfang und Festakt im Bergiselstadion</b> unterstrich auch die politische Bedeutung dieses großen Treffens der Alpenregion. Nach der Meldung an den Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle erfolgte die Frontabschreitung mit den Ehrengästen. Neben Landeshauptmann und Euregio-Präsident Anton Mattle nahmen unter anderem Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti, Bayerns Staatsminister Florian Herrmann, Bundesministerin für Landesverteidigung Klaudia Tanner, Innenminister Gerhard Karner sowie der Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck, Johannes Anzengruber, am Festakt teil. Auch sie machten durch ihre Anwesenheit deutlich, welchen Stellenwert die Schützen als tragende Säule von Heimatbewusstsein, Tradition und grenzüberschreitender Verbundenheit in der Europaregion Tirol einnehmen.</p> <p>Im Rahmen des Festaktes kamen zudem die Landeskommandanten der Schützenbünde sowie politische Vertreter zu Wort. Eine Videobotschaft von <b>Bundespräsident Alexander Van der Bellen</b> wurde eingespielt. Die Interviews mit den Landeskommandanten und Ehrengästen gaben dem Festakt zusätzlich einen feierlichen und zugleich zeitgemäßen Rahmen.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p><b>Nach dem Festakt marschierten die Formationen durch Innsbruck</b>. Die Route führte vom Bergisel über Wilten, die Triumphpforte und die Maria-Theresien-Straße zur Defilierung beim Alten Tiroler Landhaus, weiter durch die Herzog-Friedrich-Straße am Goldenen Dachl vorbei bis zur Messe Innsbruck. Gerade dieser Festmarsch durch das Herz der Tiroler Landeshauptstadt wurde für viele Teilnehmer und Zuschauer zu einem sichtbaren Bekenntnis zur Einheit der Alpenregion.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p><b>Der Südtiroler Schützenbund</b> war mit einer starken Abordnung vertreten. Die rund <b>1.500 Schützen und Marketenderinnen</b> aus den sieben Bezirken reihten sich würdig in das Gesamtbild ein und machten deutlich, dass der Süden Tirols ein unverzichtbarer Teil der Tiroler Schützenfamilie ist. Besonders erfreulich war auch die Teilnahme zahlreicher junger Schützen und Marketenderinnen, die zeigten, dass das Schützenwesen nicht nur auf eine reiche Geschichte zurückblickt, sondern auch eine lebendige Zukunft hat.</p> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Die Ehrenkompanie stellte die Schützenkompanie <b>„Hptm. Josef Vigil Schweiggl“ Kurtatsch</b>, gemeinsam mit der <b>Musikkapelle Kurtatsch</b>.</p> <p><b>Landeskommandant Mjr. Christoph Schmid</b> zeigte sich erfreut über die starke Südtiroler Beteiligung:</p> <blockquote> <p>„Die zahlreiche Teilnahme unserer Schützen und Marketenderinnen aus dem Süden Tirols ist ein starkes Zeichen. Gerade in Innsbruck, der Landeshauptstadt Tirols, wird sichtbar, dass uns über die Unrechtsgrenze hinweg eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Kultur und eine gemeinsame Verantwortung für unsere Heimat verbinden. Das Alpenregionstreffen ist mehr als ein Fest – es ist ein Bekenntnis zu unseren Werten.“</p> </blockquote> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <p>Ein besonderer Dank gilt dem Bund der Tiroler Schützenkompanien für die Organisation dieses großen Treffens sowie allen Helferinnen und Helfern, die zum reibungslosen Ablauf beigetragen haben. Ebenso dankt der Südtiroler Schützenbund allen Kompanien, Bataillonen, Bezirken, Marketenderinnen, Schützen, Musikanten und Begleitpersonen für ihre Teilnahme und ihr würdiges Auftreten.</p> <p>Das 28. Alpenregionstreffen in Innsbruck hat eindrucksvoll gezeigt: Die Schützen der Alpenregion stehen zusammen – in Treue fest zur Heimat, in Verantwortung für das Erbe der Vorfahren und im kameradschaftlichen Miteinander über die Unrechtsgrenze hinweg.</p> <p><b>Miteinander für unsere Heimat!</b></p> </div> </div> <p><br></p> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/05/17/28-alpenregionstreffen-innsbruck/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/05/17/28-alpenregionstreffen-innsbruck/</a></p>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>35. Tiroler Landesjungschützenschießen</title>
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<pubDate>Tue, 12 May 2026 10:52:16 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <p><b>INZING/FLAURLING –</b><b> Am Freitag, den 8. Mai, und Samstag, den 9. Mai 2026, fand im Viertel Tirol Mitte das 35. Gesamt-Tiroler Landesjungschützenschießen statt. Austragungsorte waren die Schießstände der Schützenkompanien Inzing und Flaurling. Insgesamt 337 Jungschützen und Jungmarketenderinnen aus allen Landesteilen Tirols reisten mit ihren Betreuern an, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen.</b></p> <p>Geschossen wurde auf modernen digitalen Schießständen. Die Schützenkompanien Inzing und Flaurling, die Viertelführung Tirol Mitte sowie das Team der Jungschützenbetreuer und der Jugendleitung im Bund sorgten gemeinsam für einen hervorragend organisierten Bewerb. Maßgeblich beteiligt waren Landesjungschützenbetreuer Mjr. Rupert Usel, Viertel-Jungschützenbetreuer Lt. Klaus Mairoser und Viertel-Schießreferent Lt. Gerhard Mair.</p> <p>Neben dem sportlichen Wettbewerb wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Die Jugendlichen konnten Wissenswertes über die Tiroler Geschichte erfahren, Modellflugzeuge fliegen oder sich beim Riesendart versuchen.</p> </div> </div> <div></div> <div> <div></div> </div> <div></div> <div> <div> <p>Den würdigen Abschluss bildete der Festakt in Inzing. Nach dem Schützenempfang am Sportplatz folgten ein kurzer Festmarsch mit Defilierung durch die Gemeinde, eine Andacht sowie die feierliche Preisverteilung. Die Ehrenformationen stellten die Ehrenkompanie Inzing mit Hauptmann Ernst Markt sowie die Musikkapelle Inzing.</p> <p>Ein besonderer Dank galt den Jungschützenbetreuern, die mit ihrem Einsatz das ganze Jahr über einen wesentlichen Beitrag zur Jugendarbeit im Tiroler Schützenwesen leisten.</p> <p><b>Starke Ergebnisse und treffsichere Jugend</b></p> <p>Den Tagessieg holte sich Pia Ziegler aus dem Bataillon Hörtenberg. Mit 105,2 Ringen erzielte sie das beste Ergebnis des Tages und wurde damit Landes-Jungschützen-Siegerin. Beim Königsschuss setzte sich Stefan Trenkwalder aus dem Bataillon Innsbruck mit einem hervorragenden 18,2-Teiler durch und darf sich nun Schützenkönig nennen.</p> <p>In der Mannschaftswertung triumphierte erneut das Bataillon Hörtenberg mit 517,2 Ringen vor dem Bataillon Lienzer Talboden und dem Bataillon Schwaz. Besonders beeindruckend war die Leistung der Inzinger Jungschützen, die nicht nur maßgeblich zum Mannschaftssieg des Bataillons Hörtenberg beitrugen, sondern auch die Einzelwertung dominierten.</p> <p><b>Einzelwertung – Landes-Jungschützen-Sieger:</b></p> <ol> <li>Pia Ziegler, Bataillon Hörtenberg – 105,2 Ringe</li> <li>Florian Kugler, Bataillon Hörtenberg – 104,1 Ringe</li> <li>Chiara Niederkircher, Bataillon Hörtenberg – 103,7 Ringe</li> </ol> <p><b>Einzelwertung – Schützenkönig:</b></p> <ol> <li>Stefan Trenkwalder, Bataillon Innsbruck – 18,2 Teiler</li> <li>Markus Kollreider, Bataillon Oberland-Pustertal – 18,9 Teiler</li> <li>Angelika Darocca, Bezirk Süd-Tiroler Unterland – 28,3 Teiler</li> </ol> </div> </div> <div></div> <div> <div></div> </div> <div></div> <div> <div> <p><b>Beste Mannschaft: Bataillon Hörtenberg, Gesamt 517,2 Ringe</b></p> <p>Pia Ziegler, Florian Kugler, Chiara Niederkircher, Silvio Beham und Anna Hörtnagl – alle von der Schützenkompanie Inzing – sicherten sich gemeinsam den Sieg in der Mannschaftswertung.</p> <p>Das 35. Gesamt-Tiroler Landesjungschützenschießen zeigte eindrucksvoll, dass die Jugend in Tirol mit Begeisterung, Können und Heimatverbundenheit in die Zukunft geht. Die Jungschützen und Jungmarketenderinnen bewiesen, dass Tradition und Gemeinschaft nicht nur bewahrt, sondern mit Leben erfüllt werden.</p> </div> </div> <div></div> <div></div> <div> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/05/11/35-tiroler-landesjungschuetzenschiessen/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/05/11/35-tiroler-landesjungschuetzenschiessen/</a></p> </div>]]></content:encoded>
</item><item>
<title>61. Bundesversammlung des Südtiroler Schützenbundes</title>
<link>https://patria-germania.de/sudtiroler-schutzenbund/1157-61-bundesversammlung-des-sudtiroler-schutzenbundes.html</link>
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<pubDate>Thu, 07 May 2026 08:34:21 +0000</pubDate>
<category>index</category>

<content:encoded><![CDATA[<div> <div> <h2><b>Landeskommandant Christoph Schmid kritisiert Autonomiereform, Olympia-Darstellung und politische Mutlosigkeit – Ehrenmajore ernannt</b></h2> <h3>Mit deutlichen Worten hat der Südtiroler Schützenbund bei seiner 61. Ordentlichen Bundesversammlung in Bozen mehr politische Führung, mehr Einsatz für die Einheit Tirols und eine unmissverständliche Verteidigung der Autonomie eingefordert. Landeskommandant Christoph Schmid sprach von einem Land, das zunehmend führungs- und orientierungslos wirke, während Bundesgeschäftsführer Egon Zemmer eine kämpferische Bilanz eines arbeitsreichen Schützenjahres zog.</h3> <p><b>BOZEN –</b><b> Am Samstag, den 18. April 2026, hielt der Südtiroler Schützenbund im Waltherhaus seine 61. Ordentliche Bundesversammlung ab. Im Mittelpunkt standen die politische Lage Südtirols, der Schutz der Autonomie, die Bedeutung des Ehrenamtes sowie der Rückblick auf ein intensives Vereinsjahr.</b></p> </div> </div> <div><br></div> <div><br></div> <div> <div> <p>Landeskommandant <b>Christoph Schmid</b> fand in seiner Grundsatzrede klare Worte. Südtirol leide zunehmend an fehlender Haltung, fehlender Richtung und mangelndem politischen Mut. Ein Land könne nicht auf Dauer verwaltet statt gestaltet werden, gerade eine Minderheit brauche Führungspersönlichkeiten, die Schutzmechanismen, Sprache und Identität entschlossen verteidigten. Besonders kritisch bewertete Schmid die aktuelle Diskussion um die Autonomiereform. Für eine Minderheit sei nichts „bloß technisch“, wenn dadurch Errungenschaften verwässert und zentrale Schutzinstrumente infrage gestellt würden.</p> <p>Scharf fiel auch die Kritik an Entwicklungen rund um die Olympischen Spiele aus. Es sei bezeichnend, dass der Schützenbund selbst darauf hinweisen musste, dass Südtirol nach außen vielfach nur mit „Anterselva“ und nicht mit <b>Antholz</b> dargestellt wurde. Schmid warnte davor, Sprache, Herkunft und Identität dem internationalen Marketing unterzuordnen. Ebenso mahnte er, Südtirol blicke politisch zu oft nach Rom und zu wenig nach Wien. Das Vaterland Österreich sei keine Randnotiz, sondern Teil von Geschichte, Rechtsgrundlage und Selbstverständnis des Landes.</p> <p>Der Südtiroler Schützenbund habe, so Schmid, im vergangenen Jahr wiederholt Missstände benannt, Fehlentwicklungen aufgezeigt und dort Haltung bewiesen, wo andere schwiegen. Die Schützen seien kein Randphänomen, sondern Teil der sozialen Mitte des Landes. Gerade deshalb forderte der Landeskommandant mit Nachdruck:</p> <blockquote> <p><b>„Dieses Land braucht wieder Führung. Dieses Land braucht wieder Orientierung. Dieses Land braucht wieder den Mut zur eigenen Identität.“</b></p> </blockquote> </div> </div> <div><br></div> <div> <div><br></div> </div> <div><br></div> <div> <div> <h2>Sozialbilanz</h2> <p>Auch der <b>Jahresbericht von Bundesgeschäftsführer Mjr. Egon Zemmer</b> zeichnete das Bild eines intensiven und fordernden Vereinsjahres. Der Südtiroler Schützenbund könne auf zahlreiche Veranstaltungen, Initiativen und klare Stellungnahmen zurückblicken. Allein im vergangenen Jahr bezog der Bund in rund <b>50 Stellungnahmen</b> klar Position zu politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Zemmer warnte vor einer schleichenden Verdrängung von Sprache und Identität, vor der Aufweichung zentraler Autonomieprinzipien und vor einem politischen Klima, in dem gewachsene Rechte allzu leichtfertig behandelt würden.</p> <p>Zu den Höhepunkten des abgelaufenen Jahres zählten unter anderem die <b>Andreas-Hofer-Gedenkfeiern in Mantua und Meran</b>, das <b>Kerschbaumer-Gedenken</b>, die Gedenkveranstaltung <b>„An der Front – 10 Jahre Gedenkkreuze“</b>, die Teilnahme an der <b>Schützenwallfahrt in Absam</b>, am <b>Großen Zapfenstreich zum Nationalfeiertag</b> sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen im ganzen Land. Diese Ereignisse seien, so Zemmer, kein Selbstzweck, sondern Ausdruck gelebter Identität, geschichtlicher Verantwortung und gemeinschaftlicher Verbundenheit.</p> <p>Breiten Raum nahm auch das Thema <b>Olympia und Tirol-Bewusstsein</b> ein. Der Schützenbund habe die Entwicklungen rund um die Sichtbarkeit Tirols bei den Olympischen Spielen klar kritisiert und mit eigenen Aktionen ein sichtbares Zeichen gesetzt. Die Botschaft sei eindeutig gewesen: <b>„Tirol ist keine Randnotiz – Tirol ist unsere Identität.“</b> In diesem Zusammenhang verteidigte Zemmer auch die Aktion <b>„Grüß Gott in Tirol“</b> sowie den Rekurs gegen das Verfahren rund um die TIROL-Aufschrift. <b>„TIROL ist kein Vergehen, TIROL ist unsere Geschichte, TIROL ist unsere Heimat.“</b></p> <p>Ein weiterer Schwerpunkt war die Lage des <b>Ehrenamtes</b>. Der Schützenbund erneuerte seinen Appell an die Politik, endlich verlässliche rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen zu schaffen. Ohne funktionierende Voraussetzungen werde es das Ehrenamt, wie man es heute kenne, in Zukunft nicht mehr geben.</p> <p>Im Rahmen der Bundesversammlung berichteten zudem die Referenten über ihre Tätigkeit im vergangenen Jahr. <b>Jugendreferent Kuno Huber, Bundesmarketenderin Stephanie Mulser, Bundeschießreferent Manuel Facchini, Exerzierreferent Andreas Thoma, Medienreferent Federico Garbellini, Ladiner-Vertreter Emanuel Delmonego</b> sowie <b>Hubert Straudi</b> als Obmann des Herz-Jesu-Notfonds legten Rückblick auf ihre Arbeitsbereiche ab.</p> </div> </div> <div> <div><br></div> </div> <div> <div> <h2>Grußworte und Anerkennung</h2> <p>Grußworte an die Versammlung überbrachten unter anderem <b>Landeskommandant Thomas Saurer</b> vom Bund der Tiroler Schützenkompanien, <b>Senator Meinhard Durnwalder</b>, <b>René Mair</b> vom Südtiroler Theaterverband sowie <b>Ettore Facchinelli</b> vom Welschtiroler Schützenbund. Sie würdigten den Einsatz des Südtiroler Schützenbundes für Heimat, Brauchtum, Gemeinschaft und Zusammenhalt.</p> </div> </div> <div><br></div> <div><br></div> <div> <div> <h2>Ehrenmajore ernannt</h2> <p>Einen besonderen Höhepunkt bildete die Ernennung von <b>Efrem Oberlechner, Robert Ventir und Franzjosef Roner</b> zu <b>Ehrenmajore</b>. Damit würdigte die Bundesversammlung drei Persönlichkeiten, die das Schützenwesen über Jahrzehnte hinweg mit großem Einsatz, Verlässlichkeit und Verantwortung geprägt haben.</p> </div> </div> <div><br></div> <div><br></div> <div> <div> <h2>Feierlicher Auftakt</h2> <p>Bereits der Auftakt der Bundesversammlung war würdig und feierlich: Im <b>Bozner Dom</b> wurde ein Gottesdienst mit <b>Landeskurat Pater Christoph Waldner OT</b> gefeiert, musikalisch umrahmt von der <b>Musikkapelle Mareit</b>. Anschließend wurde am <b>Peter-Mayr-Denkmal</b> ein Kranz zum Gedenken an die verstorbenen Schützenkameraden und Marketenderinnen niedergelegt. Die Ehrenformation des <b>Schützenbezirks Südliches Wipptal</b> erwies den Verstorbenen mit einer Ehrensalve die letzte Ehre.</p> <p>Mit der Bundesversammlung setzte der Südtiroler Schützenbund ein deutliches Zeichen: Wer die Zukunft des Landes sichern wolle, müsse Heimat, Sprache, Glaube, Ehrenamt und die Einheit Tirols nicht nur verwalten, sondern entschlossen verteidigen.</p> <p><a href="https://schuetzen.com/2026/04/18/61-bundesversammlung-2026/" rel="external noopener">https://schuetzen.com/2026/04/18/61-bundesversammlung-2026/</a></p> </div> </div>]]></content:encoded>
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