Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Was Bayern unter Freiheit versteht

Freie Bayern 10-06-2026, 15:39 Unabhängigkeit, EU-Skepsis

Ein Grundsatztext

Freiheit ist nicht das Fehlen von Grenzen. Sie ist die Möglichkeit, innerhalb einer selbst anerkannten Ordnung eigenverantwortlich zu leben. Verwurzelt in Heimat, geschützt vor Bevormundung aus der Ferne.

Wer Freiheit anders definiert, lügt sich selbst an. Oder er hat nie wirklich Verantwortung für sich und vor allem – für andere – getragen.

Das leere Versprechen der grenzenlosen Freiheit

„Freiheit“ ist das meistbenutzte und das wohl am meisten missbrauchte Wort der politischen Gegenwart. Linke fordern Freiheit von wirtschaftlichen Zwängen. Liberale fordern Freiheit vom Staat. Globalisten fordern Freiheit von nationalen Grenzen. Und alle meinen damit dasselbe: die Abwesenheit von etwas Unangenehmen.

Dieses Freiheitsverständnis ist kindisch. Ein Kind will keine Grenzen. Es will essen, wann es will, schlafen, wann es will, tun, was es will. Freiheit als Abwesenheit aller Schranken ist die Freiheit eines Dreijährigen und sie endet dort, wo das Leben beginnt.

Denn das Leben hat Grenzen. Es hat sie immer gehabt. Die Natur setzt Grenzen. Die Gemeinschaft setzt Grenzen. Die Verantwortung für andere setzt Grenzen. Wer das leugnet, lebt nicht frei, sondern er lebt auf Kosten anderer.

Was Freiheit wirklich bedeutet

Die bayerische Mentalität kennt diesen Irrtum nicht. Wer einen Hof führt, einen Betrieb aufbaut, eine Familie ernährt, der weiß: Freiheit entsteht nicht im leeren Raum. Sie entsteht in der Bewältigung von Schwierigkeiten und der täglichen Selbstüberwindung.

Der Bauer, der sein Land kennt, weiß, wann er säen und wann er ernten muss. Er ist nicht frei von der Natur, er ist frei innerhalb ihrer Ordnung. Der Handwerker, der sein Handwerk beherrscht, ist nicht Sklave seiner Werkzeuge, er gestaltet mit ihnen. Der Unternehmer, der seinen Markt versteht, navigiert Risiken, die andere lähmen.

Freiheit ist Können, nicht Dürfen. Sie ist das Ergebnis von Disziplin, Erfahrung und, ja auch von Ordnung.

Aber es kommt auf das entscheidende Wort an: selbst anerkannte Ordnung. Nicht aufgezwungene. Nicht ferngesteuerte. Nicht verordnete. Eine Ordnung, zu der ich mich bekenne, weil ich ihren Sinn erkenne, weil ich in ihr aufgewachsen bin, weil sie bewährt ist, weil sie mein Leben trägt und unserer Gemeinschaft einen Rahmen gibt.

Das ist der Unterschied zwischen dem bayerischen Bauern, der sich an das Recht seines Marktes hält, und dem Berliner Bürokraten, der ihm vorschreibt, was er auf diesem Markt zu tun hat. Beide handeln innerhalb von Regeln. Aber nur einer ist frei.

Heimat als Bedingung der Freiheit — nicht ihr Feind

Die moderne Freiheitsideologie behandelt Herkunft als Handicap. Wer irgendwo verwurzelt ist, gilt als beschränkt. Wer nirgends hingehört, gilt als offen. Weltbürger sind freier als Heimatmenschen, so lautet das Dogma.

Es ist falsch. Grundlegend falsch.

Ein Mensch ohne Herkunft ist kein freier Mensch, er ist orientierungslos. Er weiß nicht, wer er ist. Er weiß nicht, woher seine Werte kommen, er hat vielleicht sogar keine. Er kann sich nicht wirklich entscheiden, weil er keinen Standpunkt hat, von dem aus er entscheiden könnte. Er treibt.

Freiheit setzt Identität voraus. Ich muss wissen, wer ich bin, um wählen zu können, wer ich sein will. Ich muss wissen, woher ich komme, um entscheiden zu können, wohin ich gehe.

Bayern ist kein Zufall. Es ist eine gewachsene Ordnung aus Landschaft, Geschichte, Sprache, Glaube und Wirtschaft. Bayern ist über Jahrhunderte gewachsen, erprobt, in Familien weitergegeben, in Gemeinden gelebt. Diese Ordnung ist kein Käfig. Sie ist der Boden, auf dem Freiheit erst möglich wird.

Wer Bayern seiner Geschichte beraubt, raubt den Bayern ihrer Freiheit.

Freiheit und Subsidiarität: Der Feind sitzt in der Ferne

Es ist kein Zufall, dass Bayern seit Jahrhunderten gegen Zentralisierung kämpfen. Gegen Wien, gegen Berlin, heute gegen Brüssel und die wachsende Brut europäischer Behörden.

Dahinter stecken keine Sturheit und keine Engstirnigkeit. Dahinter steckt eine tiefe politische Weisheit: Freiheit stirbt mit der Entfernung zwischen Entscheidung, Erfahrung und Umsetzung.

Wer in Brüssel entscheidet, was auf einem Bauernhof in Mittelfranken erlaubt ist, kennt diesen Hof nicht. Er kennt den Boden nicht, das Klima nicht, die wirtschaftliche Lage nicht, die Tradition nicht. Er entscheidet aus abstrakten Modellen, nach ideologischen Vorgaben, für Menschen, die er nie getroffen hat und daher auch nicht versteht.

Das ist nicht Demokratie. Das ist Herrschaft.

Freiheit dagegen bedeutet: Die Entscheidungen gehören dorthin, wo das Leben stattfindet. In die Gemeinde. In den Landkreis. In das Land. Das ist das Prinzip der Subsidiarität und es ist kein technisches Verwaltungsprinzip. Es ist das institutionelle Fundament der Freiheit.

Freiheit und Verantwortung: Die zwei Seiten einer Medaille

Es gibt einen letzten Irrtum, den wir benennen müssen: die Vorstellung, dass Freiheit aufhört, wo Verantwortung beginnt.

Das Gegenteil ist wahr. Freiheit ohne Verantwortung ist keine Freiheit. Sie ist Willkür. Der Mensch, der tut, was er will, ohne Rücksicht auf die Folgen für andere, ist nicht frei. Er ist rücksichtslos. Und eine Gesellschaft rücksichtsloser, narzisstischer Menschen ist keine freie Gesellschaft. Sie bedeutet Krieg aller gegen alle.

Die bayerische Tradition kennt das anders. Der Nachbar hilft dem Nachbarn. Die Gemeinde trägt ihre Schwachen. Der Unternehmer übernimmt Verantwortung für seine Mitarbeiter. Nicht weil er muss. Weil er weiß, dass er Teil von etwas ist, das größer ist als er selbst.

Freiheit und Gemeinschaft schließen sich nicht aus. Sie bedingen einander. Eine starke Gemeinschaft ist die Voraussetzung dafür, dass der Einzelne überhaupt frei sein kann. Er weiß, dass er im Fall des Falles nicht allein ist. Das gibt Sicherheit und Stärke.


Die bayerische Definition

Wir fassen zusammen, was Bayern unter Freiheit versteht:

Freiheit ist nicht das Fehlen von Grenzen. Sie ist die Möglichkeit, innerhalb einer selbst anerkannten Ordnung und Gemeinschaft eigenverantwortlich zu leben. Verwurzelt in Heimat, getragen von Verantwortung, geschützt vor Bevormundung aus der Ferne.

Das ist kein abstraktes Ideal. Das ist die Beschreibung dessen, wie Generationen von Bayern ihr Leben geführt haben. Auf dem Hof, im Handwerksbetrieb, im Mittelstand, in der Gemeinde.

Es ist Zeit, dass diese Freiheit wieder einen Namen bekommt. Und Verteidiger, die sich nicht scheuen, sie zu benennen.


Link zur Originalveröffentlichung.

Related News

BOZEN – In den vergangenen Wochen wurden in den Schützenkompanien des Südtiroler Schützenbundes die Kommandantschaften neu gewählt. In 32 Kompanien kam es dabei auch zu einem Wechsel des Hauptmannes.

read more..

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur Aufgabenkritik in der Landesverwaltung (Drucksache 20/4120) erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

„Die Landesregierung hat eine Geschäftsstelle zur Aufgabenkritik eingerichtet, diese inzwischen aber schon wieder aufgelöst. Welche konkreten Einsparungen oder strukturellen Veränderungen daraus entstanden sind, bleibt offen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist laut Landesregierung ausdrücklich nicht geplant.
Das heißt im Klartext: Der Landtag soll glauben, dass optimiert wird – überprüfen darf er es nicht.

read more..

Schützen und Bürgermeister setzen gemeinsames Zeichen an der Unrechtsgrenze

TIMMELSJOCH – Bei der Dornenkrone am Timmelsjoch fand heute eine schlichte, aber symbolträchtige Fahnenhissung statt. Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde, Mjr. Christoph Schmid für den Südtiroler Schützenbund, Mjr. Thomas Saurer für den Bund der Tiroler Schützenkompanien und Mjr. Enzo Cestari für den Welschtiroler Schützenbund, trafen sich dabei gemeinsam mit den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden.

read more..

Zur Ankündigung der Landesregierung, eine Reform des Integrations- und Teilhabegesetzes auf den Weg zu bringen, erklärt die innenpolitische Sprecherin des SSW, Sybilla Nitsch:

Vieles von dem, was jetzt als neue Initiative präsentiert wird, ist nicht neu, sondern liegt bereits seit Jahren auf dem Tisch. Bereits im Oktober 2022 hatte der SSW konkrete Änderungen vorgeschlagen: kostenlose Deutschkurse unabhängig vom Aufenthaltsstatus, bessere Möglichkeiten für Geflüchtete, Schulabschlüsse nachzuholen, schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie einen besseren Zugang zu Gesundheits- und psychotherapeutischen Angeboten.

read more..

Aktuelle Meldung/Aussage:

US-General Mike Flynn postet bei X seine Meinung über das Schicksal Europas: „Ich glaube, dass die Islamisierung Europas bereits beschlossene Sache ist. Die EU hat bereits entschieden, dass dies die Richtung ist, in die sie gehen möchte (ob es uns gefällt oder nicht). Die europäischen Nationen, die versuchen, ihre Identität (und nationale Souveränität) zu bewahren, werden durch dumme Sanktionen, Propaganda und Manipulation durch linke Medien sowie wirtschaftliche und politische Erpressung in den Ruin getrieben. Millionen von Amerikanern beobachten, was in Europa geschieht, wo fast täglich junge Mädchen und Frauen Opfer von Gruppenvergewaltigungen werden, und fragen sich, warum die europäischen Politiker sich nicht lautstark darüber empören. Liegt es daran, dass sie Angst vor dem haben, was sie nicht kontrollieren können? Die Herausforderung und die Frage für uns hier in Amerika ist, ob wir zulassen werden, dass dasselbe auch bei uns geschieht … denn es geschieht mit Sicherheit….“ Quelle: https://x.com/GenFlynn/status/1996951747579773419

read more..

Im gestrigen Bildungsausschuss des Landtags wurde die gemeinsame Initiative „Mehr Gesundheit im Schulalltag fördern“ von SSW und SPD final abgelehnt.

read more..

Die SSW-Kreistagsfraktion spricht sich deutlich gegen die Rückkehr zum Gebrauch des generischen Maskulinums innerhalb der Kreisverwaltung aus.

read more..

„Wer nit mit dr Zeit geat, geat mit dr Zeit …“

TAUFERS i. M. – In würdigem Rahmen fand am Samstag, dem 21. März 2026, in Taufers im Münstertal der diesjährige Bezirkstag der Vinschger Schützen statt. Neben dem Gedenken, der Kameradschaft und dem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr standen auch klare Worte zur Verantwortung gegenüber Heimat, Sprache und Gesellschaft im Mittelpunkt.

read more..

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde das Vermögen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) – einschließlich volkseigener Betriebe und Immobilien – auf die Treuhandanstalt (THA) übertragen. Diese handelte auf Grundlage nationaler Gesetzgebung mit dem Auftrag, das übernommene Vermögen zu privatisieren, zu sanieren oder abzuwickeln.

read more..
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission

Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.

Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Weiterlesen
Armut als Herrschaftsinstrument – von Rom bis Radermacher

Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.

Weiterlesen