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Munition im Meer: Bergung muss oberste Priorität haben!

Südschleswigsche Wählerverband 15-04-2026, 10:10 Sicherheit

Anlässlich des heutigen MUNIMAR-Workshops zum Umgang mit Munition im Meer erklärt der umweltpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Dr. Michael Schunck:

Die Tonnen an Munition, die auf dem Meeresboden vor Schleswig-Holsteins Küsten vor sich hin rosten, sind eine tickende Zeitbombe. Schon jetzt sind schädliche Auswirkungen messbar – weitere Freisetzungen von Giftstoffen könnten zum Sargnagel für das Ökosystem unserer ohnehin so angeschlagenen Ostsee werden. Es ist gut, dass mittlerweile durch zugesicherte Bundesmittel und die Arbeit des Kompetenzzentrums MUNIMAR Bewegung in die Sache kommt, doch läuft uns die Zeit davon. Denn die alte Weltkriegsmunition ist schon viel durchgerosteter als gedacht. Letztlich landen die Gifte, die dadurch freigesetzt werden, über die Nahrungskette auch auf unseren Tellern. Es gibt also genügend Gründe, die Bergung sicher, aber zügig voranzutreiben.

Wer Meeresschutz ernst meint, muss langfristig denken und auch für langfristige Finanzierung sorgen. Spendenplattformen, wie sie die Landesregierung im Aktionsplan Ostseeschutz ankündigt, wirken da wie ein schlechter Witz. Was wir brauchen, sind tragfähige Pläne und ein handfestes Konzept, um das giftige Erbe der Weltkriege ein für alle Mal aus den Meeren zu holen. Alles andere wäre unverantwortlich unserer Umwelt und folgenden Generationen gegenüber.

https://www.ssw.de/themen/munition-im-meer-bergung-muss-oberste-prioritaet-haben

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