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Industrie- und Gewerbeflächen-Strategieprozess auf den Weg gebracht!

Südschleswigsche Wählerverband 28-01-2026, 11:02

Strategieprozess zur zukünftigen strategischen Ausrichtung der Stadt Flensburg im Hinblick auf den Ausweis und Planung von Industrie- und Gewerbeflächen auf den Weg gebracht!

Im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung wurde am 20.01.2026, der gemeinsame Antrag der Ratsfraktionen von CDU, SSW, SPD, sowie der FDiF beschlossen. Nur die drei Vertreter*innen der Ratsfraktion Bündnis 90/Grüne enthielten sich der Stimme. Das Linke Bündnis unterstützte ebenfalls die Beschlussvorlage.

Nun kann es also losgehen, die Weichen wurden gestellt. Die Beschlusslage wird von einer breiten politischen Mehrheit getragen! Die Planungsabteilung der Stadt Flensburg wird sich auf den Weg machen müssen, noch im ersten Quartal 2026 einen Strategieprozess vorzubereiten, der den Blick auf den Status Quo der Industrie- und Gewerbeflächen im Stadtgebiet legt und Zeit einräumt, Parameter für die zukünftige strategische Ausrichtung der Stadt Flensburg festzulegen. Bereits im Jahr 2017 wurde ein Ratsbeschluss über das sogenannte Vier Säulen Modell gefasst.
Inhalt des Vier Säulen Modells war u.a. als ständige Größe, 30 ha an Industrie- und Gewerbefläche im Stadtgebiet vorzuhalten. Dieser Ratsbeschluss wurde zwar im Jahr 2022 im Stadtentwicklungsausschuss dahingehend fortgeschrieben, dass nur, aufgrund des damals schon bestehenden Flächenmangels, noch 10 ha an Entwicklungsflächen vorzuhalten sind, insbesondere wurde aber bereits damals gefordert, dass die Stadt Flensburg ein gesamtstädtisches Konzept zur Bestandssicherung und Weiterentwicklung von Wirtschaftsflächen erarbeiten sollte.

„Das ist leider bis zum heutigen Tage nicht erfolgt“ - so Barbara Asmussen, Planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Flensburg. „Hierauf setzt unsere Beschlussvorlage auf, wir brauchen vor dem Hintergrund, der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen eine Art Denkfabrik, wo wir uns Zeit nehmen, gemeinsam mit allen Akteuren, Rahmenbedingungen zu diskutieren, wie z.B. Zuständigkeiten, Sanierungsgebiete, Erbpacht usw. ohne dabei, - und das möchte ich ausdrücklich betonen- die für die Stadt Flensburg wertvolle Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden in Frage zu stellen. Die Stadt Flensburg ist im Wandel, wir bekommen durch die Umgestaltung des Quartiers Hafen-Ost mittelfristig neue gewerbliche Entwicklungsflächen hinzu, das müssen wir nutzen, denn die bedarfsgerechte Bereitstellung von Gewerbeflächen ist ein zentraler Faktor der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung! Faktoren, wie Lage, Verfügbarkeit, Flächengröße, Prozessabwicklung und Planungssicherheit, spielen dabei eine entscheidende Rolle – und darüber müssen wir sprechen!“

SPD:
„Der Strategieprozess muss als Ergebnis auch die Wireg als Vermarktungspartner der Stadt Flensburg in die Lage versetzen, marktgerechte Grundstücke anzubieten und auf Anfragen positiv reagieren zu können,“ betonte Rainer Körber, Planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. „Dazu gehört neben der Verfügbarkeit von Flächen auch ein preisliches Niveau, das für Unternehmen attraktiv ist und damit Arbeitsplätze schafft und Gewerbesteuereinnahmen generiert,“ so Körber weiter.

SSW:
Wir begrüßen ausdrücklich, dass mit dem beschlossenen Strategieprozess nun der notwendige Rahmen geschaffen wird, um die zukünftige Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen in Flensburg strukturiert und gemeinsam anzugehen“, erklärt Glenn Dierking, planungspolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion. „Flensburg braucht auch künftig eine gezielte Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, um Arbeitsplätze zu sichern und wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig sind wir als Stadt in unserer Fläche begrenzt. Deshalb muss der Schwerpunkt zunächst klar auf Nachverdichtung und der Nutzung bereits versiegelter Flächen liegen, bevor weitere Grünflächen in Anspruch genommen werden. Gerade die Flächen im Bereich Hafen-Ost bieten hier großes Potenzial und sollten vorrangig genutzt werden.
Ebenso entscheidend ist die enge Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden. Wirtschaftsentwicklung endet nicht an der Stadtgrenze. Deshalb setzen wir uns für eine starke Einbindung der WiREG in diesen Strategieprozess ein und haben unter anderem den Anstoß für ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Harrislee gegeben. Der nun gestartete Prozess ist ein wichtiger Schritt, um diese Fragen gesamtregional, vorausschauend und im Schulterschluss zu

FdiF:
Flensburg braucht, um sich entwickeln zu können, wettbewerbsfähige Gewerbegrundstücke, auf denen sich neue Betriebe ansiedeln und bestehende erweitern können. Damit schaffen und sichern wir Arbeitsplätze. Gleichzeitig erhalten und sichern wir die Steuerkraft der Stadt Flensburg. Wettbewerbsfähig heißt, dass die Preise für Gewerbegrundstücke nicht über denen des Umlandes liegen dürfen. Für Industiebetriebe, für deren Erweiterungspläne in Flensburg nicht genügend Fläche vorhanden ist, müssen wir weiterhin mit den Umlandgemeinden vertrauensvoll zusammen arbeiten, namentlich mit der WIREG. Das erklärte der planungspolitischer Sprecher der FDiF-Fraktion Christoph Meißner.

Kontakt, inhaltlich verantwortlich:
Barbara Asmussen
Planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion
Mobil 015151100616
b_asmussen@outlook.de

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