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Die Infantilisierung der Gesellschaft
Freie Bayern 1-04-2026, 10:02 social
Die Infantilisierung der Gesellschaft oder wie der Staat die Rolle der Helikopter-Mütter übernommen hat
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Helikopter-Eltern und Übermütter haben eine Generation großgezogen, die keine Niederlage kennt. Der Staat hat diese Rolle übernommen und perfektioniert. Das Ergebnis: Bürger die Sicherheit über Freiheit stellen, Verantwortung delegieren und beim ersten Gegenwind nach oben schauen. Das ist kein Generationenproblem. Das ist politisches Kalkül.
Die gut gemeinte Katastrophe
Helikopter-Eltern und Übermütter meinen es gut. Das ist das Problem.
Sie haben ihre Kinder vor jeder Niederlage bewahrt, jeden Konflikt gelöst, jede Frustration weggeräumt bevor sie entstehen konnte. Mein Kind soll nicht leiden. Mein Kind soll nicht scheitern. Kein Kind soll erfahren, dass das Leben manchmal hart ist und ungerecht und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten.
Das Ergebnis ist eine Generation die technisch vernetzt, aber emotional instabil ist. Die nicht dumm ist, aber unfähig eigene Grenzen zu überwinden. Diese Generation funktioniert solange wie alles glatt läuft. Und beim ersten echten Gegenwind komplett hilflos ist.
Aber Moment, war da nicht auch von guter Schulausbildung die Rede? Die Lehrer müssen unsere Kinder erziehen. Nein. Auch das stimmt nicht mehr. Denn Ausbildung, schulische und berufliche, echte Ausbildung, setzt Frustrationstoleranz voraus. Wer nie gelernt hat durchzuhalten wenn es schwer wird, erlernt kein Handwerk, keine Disziplin, kein Können das trägt. Was bleibt ist Oberflächenwissen. Schnell konsumiert, schnell vergessen, nie wirklich verinnerlicht.
Frustrationstoleranz ist keine Eigenschaft unter vielen. Sie ist die Voraussetzung für den Erwerb aller anderen.
Der Staat als verlängerte Helikopter-Mutter
Bis hierher könnte man sagen: Das ist ein Erziehungsproblem. Eltern müssen es besser wissen und besser machen. Stimmt, aber es greift zu kurz.
Denn der Staat hat diese „wir wollen nur dein bestes Rolle“ bewusst übernommen. Er hat sie perfektioniert. Und er hat dabei ein Interesse, das Eltern nicht haben: Abhängige Bürger sind berechenbare Bürger. Wer nie gelernt hat, Probleme selbst zu lösen, wendet sich an den Staat. Wer sich an den Staat wendet, wählt denjenigen der verspricht, die Probleme fernzuhalten.
Das ist kein Verschwörungsdenken. Das ist Systemlogik.
Mehr Absicherung, mehr Subventionen, mehr Regulierung. Jede dieser Maßnahmen wird als Fürsorge verkauft. Und jede davon schwächt ein Stück weit die Fähigkeit des Bürgers, ohne staatliche Hilfe auszukommen. Das Ergebnis nach Jahrzehnten dieser Politik: Eine Gesellschaft die immer mehr vom Staat erwartet und weniger von sich selbst.
Der Kreislauf schließt sich.
Helikopter-Eltern erziehen frustrationsunfähige Kinder. Die werden zu Bürgern die Sicherheit über Freiheit stellen. Die wählen einen Staat der sie beschützt statt fordert. Der Staat übernimmt immer mehr Verantwortung. Die Eigenverantwortung verkümmert. Die nächste Generation wird noch unmündiger.
Und so weiter. Und so weiter.
Was verloren geht
Was auf dem Spiel steht, ist mehr als Leistungsbereitschaft oder Wirtschaftskraft. Was verloren geht, ist Mündigkeit. Der mündige Bürger. Der Mensch der Verantwortung trägt, weil er es für richtig hält, nicht weil er muss. Das ist das Fundament jeder funktionierenden Gesellschaft. Ohne ihn gibt es keine echte Demokratie, keine echte Gemeinschaft, keine echte Freiheit. Nur Verwaltung.
In Bayern sehen wir das noch nicht so deutlich wie anderswo. Hier sind die Strukturen – noch – stabiler. Hier ist die Tradition der Eigenverantwortung tiefer verwurzelt. Der Bauer der seinen Hof führt, der Handwerker der seinen Betrieb aufbaut, der Feuerwehrmann der freiwillig ausrückt , der Arbeiter der zuverlässig ist— das sind keine Relikte. Das sind Vorbilder.
Aber auch hier werden die Flammen kleiner. Auch hier suchen junge Menschen lieber die sichere Anstellung als Beamte oder im öffentlichen Dienst, als die riskante Selbstständigkeit und verantwortungsvolle Mitarbeiter. Auch hier delegieren immer mehr die Verantwortung nach oben, an den Chef, an die Gemeinde, an den Staat.
Ein Bürger, der die Freiheit hat, Fehler zu machen, hat auch die Chance, wirklich zu wachsen und zu gewinnen. Und ein Volk, das den Mut für Veränderungen und für neue Wege besitzt, ist ein Volk der wahren Freiheit.
Mündigkeit als Programm
Die Antwort auf die Infantilisierung ist nicht Härte. Nicht die Abschaffung von Sicherheitsnetzen. Nicht die Verklärung einer vergangenen Zeit. Die Antwort ist Mut und Mündigkeit. Als bewusste politische Entscheidung. Als Gegenentwurf zu einer Politik die Bürger kleinhält um sie regierbar zu halten.
Das bedeutet konkret: Schulen die wieder Leistung fordern und Scheitern als Lernprozess begreifen. Familien die ihren Kindern Widerstand zumuten, aus Liebe, nicht aus Gleichgültigkeit. Unternehmer die Verantwortung übergeben statt festhalten. Und ein Staat der sich zurückzieht wo der Bürger selbst entscheiden kann und nur dort eingreift wo er wirklich gebraucht wird.
Das ist kein nostalgisches Programm. Das ist das aktuellste Programm das es gibt. Denn die Alternative, immer mehr Staat, immer weniger Bürger, immer weniger Freiheit, haben wir lange genug erlebt. Und wer den Mut hat diese Entwicklung weiterzudenken, wird einen anderen Weg befürworten.
Es reicht.
Wir Freie Bayern stehen für eine Gesellschaft die ihren Bürgern wieder etwas zutraut. Die Mündigkeit nicht als Zumutung begreift, sondern als Würde. Die versteht: Wer nie fallen darf, lernt nie aufzustehen.
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Selbst der Regionalplanentwurf bestätigt erhebliche Konflikte
Der geplante Windpark Paußnitz ist noch längst nicht entschieden. Nachdem der Stadtrat Strehla zunächst – nach erheblichen Bürgerprotesten – mehrheitlich dem Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen versagte, liegt derzeit der Entwurf des neuen Sachlichen Teilregionalplans Energieversorgung/Windenergienutzung für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge öffentlich aus. Bis einschließlich 6. Juli 2026 können Bürger Stellungnahmen abgeben und Einwände gegen die vorgesehenen Festlegungen erheben.
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Die Tonnen an Munition, die auf dem Meeresboden vor Schleswig-Holsteins Küsten vor sich hin rosten, sind eine tickende Zeitbombe.
Wenn heute das Jahrestreffen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe startet, geht damit auch eine Botschaft der Toleranz und des friedlichen Miteinanders aus. Der SSW ist mit zahlreichen Ständen sowie Rednerinnen und Rednern vertreten und betont in diesem Jahr besonders den Schutz der Freiheitsrechte, der in Zeiten von wachsendem Populismus und einem Rechtsruck in der Gesellschaft in Gefahr ist.
read more..El partit menorquinista critica que PP i VOX votin en contra de donar prioritat als residents en l’accés als amarraments
read more..Wer die Wahrheit nicht hören will, der muss sie mit großen Worten bekämpfen. Es geht aber um unsere Heimat Südtirol, deshalb können wir zu den Vorwürfen der Südtiroler Volkspartei gegen die Aussagen des SHB nicht schweigen, so Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes. So wie die SVP den Südtirolern vor Jahrzehnten das Bild der weltbesten Autonomie vorgaukelte, spricht sie jetzt bei der Autonomiereform großspurig von der „bedeutendsten Weiterentwicklung unseres Statuts seit Jahrzehnten“.
read more..Zum heutigen Urteil des Landesverfassungsgerichts zur Northvolt-Affäre erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Das Landesverfassungsgericht hat heute festgestellt, was die Landesregierung monatelang bestritten hat: Der Landtag wurde bei einer Entscheidung über hunderte Millionen Euro Steuergeld nicht vollständig informiert.
Damit fällt ein weiterer Pfeiler der Northvolt-Erzählung in sich zusammen. Erst die Insolvenz. Dann die vernichtende Kritik des Landesrechnungshofs. Jetzt das Verfassungsgericht. Der Kaiser ist nackt, und alle können es sehen.
Zu den Verzögerungen bei der Erschließung des Industriegebiets Strandort in Friedrichsort erklärt Ratsmitglied Marvin Schmidt, Sprecher für den Kieler Norden der SSW-Ratsfraktion Kiel:
„Die Verzögerung bei der Entwicklung des Industriegebiets Strandort ist für den Kieler Norden zunächst eine unerfreuliche Nachricht. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, wie groß das wirtschaftliche Potenzial des Standorts weiterhin ist. Mit der geplanten Wiederaufnahme der Produktion durch Caterpillar entstehen Arbeitsplätze, die der Kieler Norden dringend benötigt. Vor diesem Hintergrund sind die zusätzlichen Planungsmonate zwar ärgerlich, aber grundsätzlich vertretbar.
Meuthen: „Nichts bleibt ausgeschlossen!“
In Ulm wollte man am 20. Februar über Europa reden und lud dazu auch Prof. Dr. Jörg Meuthen ein. Prompt rief diese Einladung der Europa-Union Donau-Riss eine ganze „Rasselbande“ von „Lokalgrößen“ auf den Plan und wurde postwendend zurückgenommen. Interessant ist, dass sich derzeit niemand daran erinnern will, wer an der Einladung von Jörg Meuthen beteiligt war und wer davon wusste. Dabei liegen der WerteUnion die Kontaktnamen und der Mailverkehr vor.
read more..Tag cloud
Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.
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Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.
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