Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Heimatbund zu den Vorwürfen der SVP

Südtiroler Heimatbund 22-04-2026, 08:54 independence, reform

Wer die Wahrheit nicht hören will, der muss sie mit großen Worten bekämpfen. Es geht aber um unsere Heimat Südtirol, deshalb können wir zu den Vorwürfen der Südtiroler Volkspartei gegen die Aussagen des SHB nicht schweigen, so Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes. So wie die SVP den Südtirolern vor Jahrzehnten das Bild der weltbesten Autonomie vorgaukelte, spricht sie jetzt bei der Autonomiereform großspurig von der „bedeutendsten Weiterentwicklung unseres Statuts seit Jahrzehnten“.

Dabei vergisst die Führung der SVP anscheinend, dass die Reform von den Neufaschisten in Rom und Bozen mitgetragen wird. Wer in Galateo und Urzí Freunde unserer Autonomie erkennt, der kann nur kurzsichtige Politik zu Lasten Südtirols betreiben.

Bereits eine erste Analyse der Reform durch den Verfassungsrechtler Prof. Peter Hilpold bestätigte dies: „Die völkerrechtliche Absicherung wird durch eine weitgehend wertlose Einvernehmensklausel verdrängt. Der Text ist gegenüber dem Entwurf von 2024 erheblich abgeschwächt.“

Auch der Rechtsanwalt Paolo Gobbato fand klare Worte: „Ein neuer Artikel 2, der die Südtirol-Autonomie aufwertet, fehlt vollständig. Im Gegenteil: Die zentrale Rolle des nationalen Interesses bleibt bestehen.“

Fakt ist, dass Rom trotz der Einvernehmungsklausel immer das letzte Wort hat. Rom kann jederzeit gegen den Willen Südtirols handeln – einfach unter Berufung auf das „nationale Interesse“.

Unser Recht auf Schutz durch Österreich wird untergraben. Minderheitenrechte werden zu „italienischen Angelegenheiten“ erklärt.

Verschwiegen wird vielfach, dass mit der Reform jeder, der nur 2 Jahre in Südtirol lebt, künftig mitwählen darf– egal ob Italiener oder Ausländer mit italienischer Staatsbürgerschaft nicht-deutscher Muttersprache. Dies gefährdet den Erhalt der deutschen und ladinischen Volksgruppe in Südtirol.

Die im Autonomiekonvent von Hunderten von Bürgern erarbeiteten Vorschläge zur Reform unserer Autonomie wurden bei den Verhandlungen von Kompatscher mit Rom völlig ignoriert und bleiben in der Schublade.

Wenn die Autonomiereform für Südtirol positiv wäre, würden wir gerne Beifall klatschen, so der SHB. Aber da es sich dabei um den Abbau wichtiger Minderheitenrechte handelt, können wir nicht schweigen und müssen warnen. Denn wer schweigt, scheint zuzustimmen, so Obmann Roland Lang abschließend.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

https://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/heimatbund-zu-den-vorwuerfen-der-svp/

Ähnliche Nachrichten

«Europa steckt in einer Todesfalle»: TV-Journalist Wladimir Solowjow über den Krieg, die Eskalation, Putin und das Schlupfloch zum Frieden

Weiterlesen

Die stationären Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze sind bei der Feststellung unerlaubter Einreisender nicht effektiver als die zuvor jahrelang angewandte Ermittlungsarbeit im Hinterland. Das geht aus aktuellen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Fragen des SSW-Bundestagsabgeordneten Stefan Seidler hervor.

Weiterlesen

Motiv? Mitwisser? Mittäter? Helfer? Organisation? Netzwerk? Finanzierung? Struktur? NGO-Verstrickung? Behördenversagen? Sicherheitskonzept? Psy-Op? Ablenkung? Polit-Desaster? Oder doch "nur ein EINZELFALL"? 

Weiterlesen

Während andere noch schlafen, handeln wir. Jahrzehntelang wurde gewarnt, analysiert, vertagt. Die Krise ist keine Theorie mehr – sie ist Realität. Und die Frage ist nicht, ob wir handeln müssen, sondern wie.

Weiterlesen

Eigentlich sollte die Bundesregierung zum 15. August einen Prüfbericht für den Kohleausstieg vorlegen – doch es gibt noch keine ausreichenden Alternativen. Die Energiewende wird so immer mehr zu Vollkatastrophe, die die ganze Industrie in den Abgrund reißt.

Weiterlesen

Diese Woche bei Bolz und Mannhart: Hape Kerkeling soll als Experte bei der thüringischen Landtagsdebatte über AfD-Verbot sprechen...

Weiterlesen

Nach dem islamistischen Terroranschlag von Berlin richtet sich der Blick nicht nur auf den Täter sondern auch auf die deutsche Medienlandschaft. Wie haben ARD, ZDF und NTV über die Tat berichtet, die sich ausgerechnet am Rande des CSD ereignete?

Weiterlesen

Sollte der Ukraine-Krieg sich ausweiten, würde Deutschland zum Hauptschlachtfeld. Wie gefährlich die Situation bereits ist, erläutert Dr. Erich Vad, Brigadegeneral a. D. und früherer Merkel-Berater im Kanzleramt.

Weiterlesen

Liebe Mitglieder, liebe Förderer, liebe Freunde der WerteUnion,

am Samstag, den 6. Juni 2026, haben wir gezeigt, was gelebter Zusammenhalt bedeutet. Der Landesverband Baden-Württemberg ist der Einladung gefolgt und hat unsere Freunde im Saarland tatkräftig an ihrem Infostand in St. Wendel am Schlosspark unterstützt.

Weiterlesen
Souveränität beginnt mit der Fähigkeit, Nein zu sagen

Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.

Wenn der Wähler die „Falschen“ wählt: Sachsen-Anhalt und die Grenzen der Demokratie

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?

Der Thüringer Knoten: Vier Akteure und die Grenzen der Brandmauer

In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.