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Der Juni ist in Tirol der Herz-Jesu-Monat

Südtiroler Schützenbund 13-06-2026, 15:33

BOZEN – Am Herz-Jesu-Sonntag wird in ganz Tirol mit feierlichen Prozessionen, dem Herz-Jesu-Bundeslied und den Bergfeuern an jenes Gelöbnis erinnert, das unsere Vorfahren in Zeiten von Not und Gefahr dem Heiligsten Herzen Jesu anvertraut haben.

„Der Juni ist in Tirol seit jeher der Herz-Jesu-Monat“, erinnert Landeskommandant Christoph Schmid. „Im Jahr 1796 hat sich das Land Tirol in größter Bedrängnis dem Herzen Jesu anvertraut. Dieses Gelöbnis ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschichte, unserer Identität und unseres christlichen Selbstverständnisses.“

Die Schützen leben diese Tradition seit Generationen weiter – mit Kirchgängen, Prozessionen, Gelöbniserneuerungen und den weithin sichtbaren Herz-Jesu-Feuern auf den Bergen.

„Diese Feuer sind nicht irgendein Brauchtum, sondern ein sichtbares Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Zusammenhalt“, unterstreicht der Landeskommandant. „Gerade in einer Zeit, in der im Juni vieles öffentlich inszeniert und symbolisch aufgeladen wird, sollten wir in Tirol zuerst jene Traditionen würdigen, die unser Land seit Jahrhunderten geprägt haben.“



Wer im Juni Flagge zeigen will, sollte daher auch daran denken, wofür dieser Monat in Tirol seit jeher steht: für das Herz Jesu, für Treue, für Glauben und für Heimat.

Der Südtiroler Schützenbund ruft die Bevölkerung deshalb dazu auf, anlässlich des Herz-Jesu-Festes die Tiroler Fahne auszuhängen, die kirchlichen Feiern mitzufeiern und die Tradition der Bergfeuer mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein weiterzutragen.

Die Herz-Jesu-Feuer sind sichtbarer Ausdruck der Freude über Gottes Segen und zugleich ein Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte Tirols.

Im Jahr 1796, als napoleonische Truppen an den Landesgrenzen standen, beschlossen die Tiroler Landstände, göttlichen Beistand durch ein feierliches Gelöbnis an das Herz Jesu zu erbitten. Aus diesem Versprechen erwuchs die bis heute bestehende Verpflichtung, den Herz-Jesu-Freitag zu begehen und den Bund jedes Jahr am Herz-Jesu-Sonntag durch feierliche Prozessionen zu erneuern.

Link zur Originalveröffentlichung.

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