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Debatte um rechten YouTuber: Souveränität schlägt Empörung!

26-08-2026, 15:30

Bildschirmfotos von Fillmkunstkollektiv.de und youtube.com / Aktivist Mann, Bildkomposition: Info-DIREKT

In Deutschland unterlässt das Establishment kaum einen Versuch, um Ulrich Siegmund, den AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, als kommenden Ministerpräsidenten zu verhindern.

Ein Kommentar von Michael Scharfmüller

Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl dürfte der polit-mediale Komplex nun all seine Munition erfolglos verschossen haben. Deshalb wird nun versucht, die Auftritte eines rechten YouTubers "Aktivist Mann" zu skandalisieren, der bei Siegmunds Wahlkampfauftritten immer wieder auftaucht.

Er dreht den Spieß um

Dieser konfrontiert linke Aktivisten und Journalisten immer wieder mit ihrer eigenen Arbeitsweise. Was mit einfachen Fragen beginnt, wird meist rasch sehr laut und etwas ruppig. Wirklich schön anzusehen sind diese Videos nicht, trotzdem verbreiten sie sich in den sozialen Medien stark. Offenbar sehen viele Menschen gerne, dass der Spieß nun einmal umgedreht wird und linke Akteure die eigene Medizin zu schmecken bekommen.

Wobei hier angemerkt werden muss, dass jene YouTuber, die hier sehr offensiv vorgehen, im Unterschied zu linken Aktivisten mit und ohne Presseausweis nie gewalttätig sind, niemanden bespucken, niemanden outen und niemanden an seinem Wohnort belästigen.

Völlig übertriebene Distanzierung

Deshalb ist die Empörung von Apollo-Chefkommentator und NIUS-Kolumnist Benedikt Brechtken nicht nur völlig übertrieben, sondern auch entlarvend, was seine eigene politische Verortung betrifft. Auf X teilte er das Video des besagten YouTubers mit den Worten:

„Wenn der Typ das deutsche Volk ist, bin ich für den Bevölkerungsaustausch.“

Die Selbstüberhöhung von Brechtken ist auch deswegen unangebracht, weil viele YouTuber mit sehr viel Einsatz und hohem persönlichen Risiko oft stundenlang live von Veranstaltungen berichten. Diese Arbeit ist unglaublich wertvoll, weil sie damit der alleinigen Deutungshoheit der etablierten Medien etwas wirksamen entgegensetzen.

Der Ton macht die Musik

Zudem sollte man niemals päpstlicher als der Papst sein. Es schadet sicher nicht, wenn man linken Akteuren einmal den Spiegel vorhält. Der Ton macht freilich trotzdem die Musik. In Live-Situationen kann es selbstverständlich auch passieren, dass die Pferde einmal mit einem durchgehen. Viele Formate macht vermutlich gerade diese aufgeregte Emotionalität aus. Mich persönlich ärgert die völlig inflationäre und falsche Verwendung von Begriffen etwas, die schon fast zum Markenzeichen mancher „kritischer“ YouTuber geworden ist.

Der bessere Ton

Das patriotische Lager ist mittlerweile groß. Möglichst viele Menschen sollen darin einen Platz haben: auch jene, die gerne laut schreien, und jene, die gerne zuhören, wenn jemand laut schreit. Mir persönlich gefällt der Umgang von Filmkunstkollektiv-Chef Simon Kaupert jedoch besser.

In einem kurzen Video wendet er sich gut gelaunt direkt an Redakteure von SPIEGEL TV. Anstatt sie anzubrüllen und zu beleidigen, bedankt er sich bei ihnen. Ihre Berichterstattung sei für die AfD nämlich „kostenlose Werbung“. Alles, was sie veröffentlichen, bringe der AfD „immer einen Wähler mehr“, so Kaupert.

Hier das kurze Video von Kaupert

📽️Rechtes Herz statt linker Hetze, danke an die Bros vom @SPIEGELTV pic.twitter.com/zPUHN66Czn

— Filmkunstkollektiv (@filmkvnst) August 24, 2026


Zwischen Reiz und Reaktion

Linke Redakteure stellen sich gerne gesellschaftlich, intellektuell und moralisch über Menschen mit rechter Weltanschauung. Wer ihr Spiel und ihre Methoden als lächerlich und wirkungslos enttarnt, entreißt ihnen ihre Macht. Und das sogar auf fast schon charmante Art und Weise.

Gerade für Patrioten, die in der Öffentlichkeit stehen, ist Kauperts Vorgangsweise die richtige. Man sollte nämlich auch in turbulenten Situationen einen möglichst großen Handlungsspielraum haben, um frei und rasch entscheiden zu können, wie man auf bestimmte Einflüsse reagiert. Dem Psychotherapeuten Viktor Frankl wird folgendes Zitat zugeschrieben, das diese Art von Freiheit gut auf den Punkt bringt:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.“

Link zur Originalveröffentlichung.

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