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Sie tanzen, während das Land brennt - Sahra Wagenknecht

3-09-2026, 15:28

Gast: Sahra Wagenknecht

"Todesengel der Demokratie", "Modergeruch der Zerstörung" — so wird Sahra Wagenknecht in diesen Tagen in deutschen Leitmedien beschrieben. Markus Lanz widmet ihr gar eine ganze Sendung und diskutiert 77 Minuten lang mit Journalisten über sie — ohne sie einzuladen.

Bei {ungeskriptet} spreche ich 3 Stunden MIT ihr, ohne Agenda.

"Wir haben keine plurale Presse mehr. Wir haben eigentlich in weiten Teilen auch keinen Journalismus mehr. Wir haben Propaganda", sagt die Gründerin des BSW im Gespräch mit mir.

Sahra Wagenknecht hat Die Linke verlassen, das BSW gegründet und damit etwas ausgelöst, was Medien und Altparteien offenbar nicht verzeihen: eine echte Alternative zur Brandmauer-Politik des bröckelnden “Machtkartells”.

Selbst die Fraktion ihrer eigenen Partei in Thüringen fiel ihr in den Rücken, biederte sich als Appendix der CDU an und verkaufte die eigene Haltung für etwas Regierungsverantwortung. Den Rücktrittsforderungen Wagenknechts gegenüber dem amtierenden Ministerpräsidenten Mario Voigt folgte das BSW unter Katja Wolf naturgemäß nicht.

Björn Höcke weiß diese interne Krise medienwirksam zu nutzen und unterbreitet der streitbaren Spitzenpolitikerin ein taktisches Angebot. Der Einladung zu einer offenen Diskussion in unserem Studio folgte der Thüringer AfD-Chef diesmal leider nicht.

Wie führt man ein so brisantes Gespräch möglichst, ohne zwischen die Fronten des Polit-Geschäfts zu geraten? Ich habe es versucht wie immer: mit Zuhören. Und Sahra Wagenknecht hat uns für 3 Stunden die Tür in ihre Welt geöffnet.

Im Gespräch mit mir erzählt sie, wie sie in Teilen zur Ausgestoßenen ihrer eigenen Partei wurde, warum Björn Höcke die öffentliche Debatte mit ihr meidet, warum sie die Grünen für die “gefährlichste Partei” hält, vor der zweiten Reihe der AfD warnt und weite Teile der Medien als Propaganda bezeichnet — und was sie in Sachsen-Anhalt anders machen will.
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