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Merz gegen die Mehrheit von Sachsen-Anhalt - OSUS.TV
8-09-2026, 22:22
Fast 80 Prozent der Wahlberechtigten sind am vergangenen Sonntag in Sachsen-Anhalt losgegangen. Beim letzten Mal waren es 60. Am Montagmittag stellt sich der Bundeskanzler vor die Kameras und sagt, seine Arbeit werde besser, aber in der Substanz nicht anders. In diesem Video gehen wir die Pressekonferenz durch, Antwort für Antwort. Sieben Mal wird er an einem Vormittag gefragt, was er ändern will - sieben Mal lautet die Antwort: besser erklären, erläutern, stärker betonen. Kein Gesetz, kein Name, kein Minister. Wir legen die Zahlen daneben, die an dem Abend niemand vorgelesen hat: dass in neun Wahlen seit 1990 in diesem Bundesland nie eine Partei über 40 Prozent kam, dass die CDU bei den unter 30-Jährigen an der Fünf-Prozent-Hürde kratzt - und dass Reiner Haseloff 2016 mit nicht mal drei von zehn Stimmen fünf Jahre lang regieren durfte, ohne dass irgendwer das Wort Regierungsauftrag diskutiert hätte. Wir hören uns an, wie der Kanzler über die Menschen redet, die diesen Sonntag entschieden haben – dreimal, in drei Anläufen, und beim dritten geht es plötzlich um Moskau. Wir sehen uns an, was das ZDF am Wahlabend gemessen hat: wie viele von hundert Wählern Friedrich Merz für hilfreich halten. Wir schauen auf die fünf Tage zwischen einer Zuschreibung nach Russland und dem Wahltag - und auf seine Ankündigung, das künftig genauso zu handhaben. Und am Ende steht eine Rechnung, über die seit Sonntagabend in Magdeburg geredet wird: 44 gegen 39. Fünf Parteien, die verloren haben, gegen eine, die gewonnen hat. Am Ende bleibt eine einzige Frage: Ab wie viel Prozent darf man in diesem Land eigentlich regieren? Quellen werden im Video eingeblendet.
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