Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Dehm wirbt für Zusammenarbeit von AfD und BSW

9-09-2026, 13:09

von Thomas Oysmüller

Diether Dehm fordert nach der Sachsen-Anhalt-Wahl Verlässlichkeit, Frieden mit Russland, Präzision beim Migrationswort und eine Verständigung zwischen AfD und BSW.


Der ehemalige PdL-Politiker und mittlerweile Parteilose Dieter Dehm veröffentlichte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt einen offenen Brief an AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sowie die BSW-Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Thomas Schulze. Er gratulierte den Wahlsiegern AfD und BSW und formulierte drei Bitten.


„Gestatten Sie mir, Ihnen von ganzem Herzen zu Ihrem Wahlerfolg zu gratulieren. Dies kann ein großer Sieg werden für Demokratie und die Leitideen unseres Grundgesetzes, wie Friedensgebot, Sozialstaatlichkeit (GG-Artikel 14/15), Zensurfreiheit und demokratischen Rechtsstaat“, schreibt Dehm. Die beiden Parteien hätten unerwartete Erfolge erzielt. Extremisten des „Russen-Hasses und der Waffenexporte, die einen 3. Weltkrieg billigend in Kauf nehmen“, müssten von der Macht ferngehalten werden. Sachsen-Anhalt sei dafür „ein großer erster Schritt“.

Erstens pocht er auf Verlässlichkeit. Es gehe nicht um eine temporäre Mehrheit bei der Wahl des Ministerpräsidenten, „sondern um stabile Mehrheiten beim Haushalt, der kein Zuckerschlecken werden dürfte“. Die unteren Einkommensgruppen hätten Anspruch auf sozialen Schutz, Sicherheit in Parks und Sicherheit in den Parlamenten. Neuwahlen wären „ganz im Sinne von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst, Chaos und Instabilität zu stiften“. Eine Zusammenarbeit von AfD und BSW könne auf eine Friedensbewegung zurückwirken. Dass Alice Weidel für eine Koalition mit dem BSW werbe, sei ihr „hoch anzurechnen“. Auch Tino Chrupallas Aussagen in der Wahlnacht seien richtungsweisend.

Zweitens warnt Dehm vor überschwänglicher Begeisterung. Er denkt zurück an 1972. Damals habe er als ehemaliger SPD-Jugendwahlkampfleiter unter Albrecht Müller wie Willy Brandts Erfolg von 1972 binnen 17 Monaten verpuffte.

Infratest dimap habe in der Wahlnacht erklärt, die Mehrheit der Wähler sehe Russland nicht als Gegner und wolle billiges Gas. Das Land erlebe den Wettkampf zweier Rahmensetzungen: „Gegen rechts“ gegen „Frieden mit Russland“. Dehm: „Werden Sie also bitte nicht müde, immer und immer wieder öffentlich ‚Frieden mit Russland‘, bessere Handelsbeziehungen und vor allem konkurrenzlos billige Gaslieferungen in Ihren nächsten Tagen zu erwähnen.“ Das helfe auch in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und später im Westen.

Drittens spricht er Ängste an, die mit dem AfD-Erfolg und dem Wort „Remigration“ verbunden seien – auch bei Menschen mit Migrationshintergrund, die arbeiten, Steuern zahlen und sich nichts zuschulden kommen ließen. Diese Angst müsse „durch humane Präzisierung herausgefiltert werden“. Gleichzeitig dürfe man aussprechen, dass der Nationalstaat Grenzen schützen und Migration „auf ein vernünftiges Maß herunterregulieren“ dürfe.

Dehm entschuldigt sich für die Einmischung, betont aber die bundesweite Bedeutung der Wahl. Er wünscht einen „langen, aber soliden Aushandlungsprozess, der Teil einer historischen Verständigung zwischen ‚rechts und links‘ werden kann“ – möglichst transparent, nicht hinter verschlossenen Türen, im Beisein von Medien wie den Nachdenkseiten oder Compact. „Die ganze Demokratie könnte von solch öffentlichem Verhandlungsprocedere nur gewinnen.“

Der Brief erschien auf Apolut.

Haben Dehms Wünsche eine Chance? Bisher nicht. Das BSW blockiert weiterhin die Option, in eine gemeinsame Regierungskoalition mit der AfD einzutreten. Man bot der AfD einen „überparteilichen Ministerpräsidenten“ gemeinsam zu stützen, das lehnt die AfD, als Wahlsieger mit fast absoluter Mehrheit ab. Umfragen deuten darauf hin, dass BSW-Wähler eine formale Koalition mit der AfD durchaus begrüßen würden.


Dehm erklärt, er habe als Parteiloser die Wählerinitiative für beide Parteien unterstützt und äußere nun „von außen“ drei Bitten.

Link zur Originalveröffentlichung.

Ähnliche Nachrichten

Das ist kein bloßes Alarmzeichen, das ist ein wirtschaftliches Beben! Aktuelle Zahlen zeigen: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in unserem Freistaat erreicht Rekordwerte, wie wir sie seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben.

Weiterlesen

Luigi Pantisano spricht über die Ergebnisse der CDU-Klausur, steigende Lebenshaltungskosten, die Wohnungs- und Sozialpolitik sowie die Kritik an Vonovia.

Weiterlesen

In diesem Video spricht Alex über den Jet-Einsatz an der NATO Grenze.

Weiterlesen

Der Arzt Heinrich Habig bewahrte viele Patienten vor einer COVID-19-Impfung, die diese nicht wollten. Es galt für ihn das Selbstbestimmungsrecht nach dem Nürnberger Kodex.

Doch dann schlägt die Justiz mit voller Härte zu.

Weiterlesen

Warum kauft Deutschland Waffen, die auf einen Wink Washingtons hin zu wertlosem Schrott werden können? Dieses Video analysiert die schockierenden Details hinter den F-35- und F126-Fregatten-Deals, bei denen laut Ansicht des Autors Milliarden an Steuergeldern buchstäblich „verbrannt“ werden. 

Weiterlesen

Politisches Beben in Sachsen-Anhalt: Tobias Rausch ist zum Landtagspräsidenten gewählt worden – mit Stimmen, die offenbar auch aus der CDU kamen.

Weiterlesen

Weltweit haben solche Fälle Schlagzeilen gemacht: Opfer werden heimlich betäubt, und vergewaltigt. Viele Täter kommen lange damit durch.

Weiterlesen

Aus Harald Martensteins Rede gegen ein AfD-Verbot beim Theaterexperiment „Prozess gegen Deutschland“, die Anfang des Jahres viral ging, ist ein Buch geworden.

Weiterlesen

Nie wieder Krieg in Europa! Im Osten ist Deutschland am hellsten! Köppel trifft Selenskyjs frühere Mediensprecherin Julia Mendel. Wer war Friedrich Merz?

Weiterlesen
Calendar
«November 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30 
Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 6 – Brauchen wir eine NBB für Deutschland?

Braucht Deutschland eine nationale Befreiungsbewegung? Teil 6 untersucht die These, die Bundesrepublik sei bis heute nicht vollständig souverän, und stellt die „Bürgerbewegung für Recht und Freiheit e. V.“ Im Mittelpunkt stehen die Nachkriegsordnung, das Grundgesetz und die Frage, ob sich aus den angeführten völkerrechtlichen Argumenten ein anerkannter Status bei den Vereinten Nationen ableiten lässt.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 5 – NBBs in Palästina / Israel / Russische Föderation

Was ist eine nationale Befreiungsbewegung, und wer entscheidet über ihre Legitimität? Im Nahostkonflikt berufen sich sowohl der Zionismus als auch die PLO auf das Recht auf Selbstbestimmung. Teil 5 untersucht, wie unterschiedlich Befreiungsansprüche begründet werden und welche Rolle dabei politische Interessen und internationale Anerkennung spielen.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 4 – Gegen Kolonialismus und Apartheid in Afrika, Asien und Amerika

Von Südafrika und Namibia über die Westsahara bis nach Vietnam und Nicaragua: Befreiungsbewegungen kämpften gegen Kolonialherrschaft, Apartheid und politische Unterdrückung. Teil 4 zeigt, wie unterschiedlich ihre Ziele, Strategien und internationale Anerkennung waren – und warum ihr Status bis heute umstritten sein kann.