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NIUS EXKLUSIV: Tausende Seiten zeigen Versagen im Fall Liana K. – Abschiebe-Leaks Teil 1

24-09-2026, 12:07

Ein 16-jähriges Mädchen stirbt am Bahnhof Friedland, gestoßen vor einen Zug von einem Mann, der längst nicht mehr im Land hätte sein dürfen. Wie konnte das passieren? NIUS hat tausende Seiten interner Akten niedersächsischer Behörden ausgewertet und startet mit Teil eins der „NIUS Abschiebe-Leaks“. Im Mittelpunkt steht die gescheiterte Abschiebung des Täters im Fall Liana K. Nach den NIUS-Recherchen war der Iraker schon wenige Wochen nach seiner Ankunft auf dem Radar der Behörden. Am 10. November 2022, sechs Wochen nach seinem ersten Asylantrag in Deutschland, sollen alle niedersächsischen Behörden vor Sicherheitsbedenken gewarnt worden sein. Später folgte demnach ein weiterer Hinweis auf „sonstige Sicherheitsbedenken“. Dazu kommt: Das BAMF lehnte den Asylantrag als unzulässig ab und ordnete die Abschiebung nach Litauen an. Litauen hatte einer Rücknahme zugestimmt, der offizielle Brief liegt NIUS vor. Der Mann legte Beschwerde ein und fiel zurück in den Status der Duldung. Fast vier Jahre lang blieb die Abschiebung aus, bis zur Tat. Ein Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Wochen bei NIUS Live folgt. Die umfangreichste Chronologie des Scheiterns findet ihr auf nius.de. Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, NIUS-Kolumnist Alexander Kissler und Dr. Masyar Rahmanzadeh mit Moderator Norbert Dobeleit über das Thema.

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