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„Wenn Synagogen öffnen, weint Merz. Wenn sie bald schließen, nicht.” | NIUS Live

10-10-2026, 17:00

Direkt vor seiner Haustür bahnt sich in Berlin ein dunkelrotes Bündnis den Weg ins Rote Rathaus und der Kanzler schaut zu. NIUS fragt: Warum findet Friedrich Merz gegen die AfD scharfe Worte, gegen die Linkspartei aber nur einen Appell?

Der Auslöser: SPD, Grüne und Linke steigen in Berlin in Sondierungen ein, in deren Papier „antisemitische Vorfälle in den Koalitionsfraktionen” schon vorab als zu „bearbeitende” Normalität auftauchen. Julian Reichelt rechnet mit dem Kanzler ab: Merz beschwöre die deutsche Geschichte, wenn es ihm nütze, und sehe den Judenhass vor seiner Tür nicht, sobald Widerworte seine eigene Macht gefährden. Besonders bitter: Bei der Wiedereröffnung der Synagoge Reichenbachstraße zeigt sich Merz ergriffen doch für die Synagogen, die unter einer solchen Koalition bald schließen könnten, habe er kein Wort übrig.

Ist das echte Erinnerungskultur oder politische Rhetorik nach Bedarf? Und was heißt es, wenn ein Bundeskanzler jeden Machtzugriff hätte, ihn aber nicht nutzt?
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