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Nach AfD-Sieg: Merz droht Sachsen-Anhalt mit „Zwangsmaßnahmen“ | NIUS Live

9-09-2026, 16:01

Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat sein erstes parteipolitisches Opfer: Sven Schulze tritt bei der Neuwahl des CDU-Landesvorstands nicht mehr an. Ministerpräsident bleibt er vorerst trotzdem. Und während sich die CDU in Sachsen-Anhalt neu sortiert, verliert auch Kanzler Friedrich Merz sichtlich die Fassung. Mit gerade einmal 17,2 Prozent fährt die CDU ihr schlechtestes Ergebnis der Parteigeschichte ein. Die AfD dagegen holt knapp 44 Prozent und wird stärkste Kraft im Land.

Merz' Reaktion auf der Pressekonferenz sorgt für Aufsehen: Er spricht von der „schwersten Wahlniederlage seit Jahrzehnten“, zieht Parallelen zwischen dem Wahlergebnis und historischen Umbrüchen und kündigt an, notfalls mit allen verfügbaren Mitteln gegen eine AfD-geführte Landesregierung vorzugehen. Wörtlich sagt er: „Bei uns wird Macht erteilt, nicht ergriffen. Und die Minderheit ist nicht der Feind der Mehrheit.“ Zugleich betont er, das Grundgesetz gelte auch in Sachsen-Anhalt und die Bundesregierung werde es notfalls durchsetzen – Formulierungen, die in der Sendung ausführlich eingeordnet und kritisch hinterfragt werden.

Parallel dazu bahnt sich in der CDU ein offener Machtkampf an: Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller will Landeschef in Sachsen-Anhalt werden und widerspricht Merz öffentlich – ein Bruch, der die Frage aufwirft, ob der Kanzler in der eigenen Partei überhaupt noch eine geschlossene Mehrheit hinter sich hat.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, NIUS-Kolumnist Gunnar Schupelius und Reporter-Legende Waldi Hartmann mit Moderator Alexander Kissler bei NIUS Live.
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