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CDU nach dem Absturz: Prof. Patzelt sieht nur noch zwei Wege

21-09-2026, 12:28

Werner Patzelt nach dem Wahldebakel der Union: Überlebt Merz das – und öffnet sich die CDU der AfD? Die CDU ist aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern geflogen, in Berlin hat sie ein desaströses Ergebnis eingefahren. Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt entwirft zwei Szenarien: Im idealen streckt die Union Fühler zur AfD aus, sucht die Sollbruchstelle im Kabinett und geht in Neuwahlen mit einem Mitte-Rechts-Angebot – „klüger wäre es gewesen, schon vor 15 Jahren so eine Politik zu machen". Im wahrscheinlichen tauschen die Ministerpräsidenten Friedrich Merz gegen einen „progressiven Merkelaner" aus, und die Union gewöhnt sich an Ergebnisse von 15 oder 16 Prozent. Überlebt Merz das Debakel? „Es ist möglich, dass er es nicht überlebt", sagt Patzelt – der Kanzler stecke in einer Sackgasse, aus der er seine Partei nicht befreien könne. Dass sich die Ministerpräsidenten nach dem Treffen im Konrad-Adenauer-Haus noch einmal ohne ihn zusammengesetzt haben, erinnert ihn an Ludwig Erhard: „Dieses Schicksal kann dem guten Friedrich Merz jetzt genauso blühen." Für Sachsen-Anhalt hält er ein Magdeburger Modell für denkbar: Die CDU wählt Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten und überlässt der AfD die Regierung. Die Brandmauer sieht Patzelt bei den Linken unverändert stehen, zwischen Union und AfD dagegen „allmählich dabei zu erodieren". Und Hendrik Wüst als Nachfolger? „Sollte sich Wüst nicht vom Saulus zum Paulus bekehren, dann hat die Union nicht nur den Osten aufgegeben, sondern sie hat eingewilligt, den Westen zu verlieren."

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