Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Sonntagseinkauf pragmatisch weiterentwickeln

Südschleswigsche Wählerverband 8-05-2026, 22:20

„Statt auf starre Grenzwerte bei Fläche und Einwohnerzahl zu setzen, sollten wir die Sonntagsöffnung personalloser Märkte dort ermöglichen, wo sie dem tatsächlichen Bedarf der Menschen vor Ort entspricht.“

Sybilla Nitsch zu TOP 3 - Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Ladenöffnungszeiten -
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Ladenöffnungszeitengesetzes (Drs. 20/2133; 20/3750; 20/4422)

Sonntage in Schleswig-Holstein sehen heute oft anders aus als noch vor einigen Jahren.
Viele Menschen sind unterwegs, kommen von Reisen zurück, besuchen Familie oder verbringen den Tag flexibel zwischen Arbeit, Freizeit und Alltag.
Gleichzeitig haben sich auch die Möglichkeiten des Einkaufens verändert. Digitale und automatisierte Konzepte von Läden nehmen zu und werden vielerorts bereits selbstverständlich genutzt.
Trotzdem endet der Sonntag beim Thema Nahversorgung bislang häufig an verschlossenen Türen. Genau darum geht es bei dem Gesetzentwurf zu den Ladenöffnungszeiten der FDP sowie – zumindest teilweise – bei einem weiteren Entwurf der Regierungskoalition.
Es geht darum, kleinere, personallose Märkte künftig auch sonntags öffnen zu dürfen. „Klein“ bedeutet dabei: eine Verkaufsfläche von weniger als 350 Quadratmetern in Orten mit bis zu 2.500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Am Sonntag darf dort kein Personal eingesetzt werden, an den übrigen Tagen selbstverständlich schon.
Für mich ist jedoch nicht nachvollziehbar, wie Sie auf diese starre Begrenzung der Verkaufsfläche und der Einwohnerzahl kommen. Gerade die Anhörung hat die Begründung dieser Grenzwerte nicht bestätigt. Es wurde deutlich, dass es für die Schwellen von 350 Quadratmetern beziehungsweise 2.500 Einwohnerinnen und Einwohnern keine belastbare fachliche Grundlage gibt. Warum genau diese Zahlen entscheidend sein sollen, bleibt offen.
In ihren Argumentationen haben Sie die Verfassungskonformität angeführt. Doch die Anzuhörenden haben die Ladengröße oder die Einwohnerzahl gar nicht so aktiv ins Feld geführt, wie Sie es darstellen.
Deshalb unterstützen wir ausdrücklich den vorliegenden Änderungsantrag. Künftig soll nicht mehr zwischen „Kleinstsupermärkten“ und anderen personallosen Märkten unterschieden werden. Die Begrenzung der Verkaufsfläche soll entfallen, ebenso die Beschränkung auf Gemeinden mit bis zu 2.500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der Gemeindetag hatte hier die Grenze von 400 Quadratmetern gefordert in Kommunen mit bis zu 3000 Einwohnern, um auch bestehende Angebote zu sichern.
Entscheidend soll allein sein, dass es sich um personallose Verkaufsstellen handelt, in denen an Sonn- und Feiertagen kein Verkaufspersonal eingesetzt wird und lediglich Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs angeboten werden. Das halten wir für den deutlich sachgerechteren Ansatz. Wir hätten uns gewünscht, dass zumindest eine Annäherung an den Vorschlag des Gemeindetages gekommen wäre.
Denn es gibt im Land bereits funktionierende Beispiele größerer automatisierter Märkte. Genannt wurde in der Anhörung beispielhaft Hemmingstedt. Dort wurde sogar eine öffentliche Petition gezeichnet, weil die Menschen vor Ort befürchten, dass ihr Markt jetzt schließen muss. Dort zeigt sich, dass solche Konzepte nicht nur in sehr kleinen Gemeinden funktionieren können.
Aber Sie als Regierungsfraktionen liefern keine Antworten. Sie beschreiben, wie intensiv Sie im Austausch gewesen wären. Aber ich sage Ihnen: Es überzeugt die Menschen vor Ort nicht, wenn am Ende der Handlungswille fehlt. Als Sprecher der Koalitionsfraktionen wollten Sie nicht einmal prüfen, ob für bestehende Läden Ausnahmeregelungen möglich sind. Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl oder die Einwohnergrenze, sondern ob ein Angebot vor Ort tatsächlich gebraucht und angenommen wird.
Die Anpassungen im Gesetz, etwa die Neuregelungen für Hofläden und Markttreffs, begrüßen wir. Im Kern handelt es sich dabei weniger um tiefgreifende Veränderungen als vielmehr um eine Erweiterung bestehender Möglichkeiten.
Schließlich gibt es schon heute zahlreiche Ausnahmen: in Badeorten, im Grenzhandel, an großen Bahnhöfen oder durch die begrenzte Zahl verkaufsoffener Sonntage in den Gemeinden. In gewisser Weise ist der Sonntagseinkauf also bereits Realität. Diese Möglichkeiten werden nun lediglich ausgeweitet.
Als SSW tragen wir diesen pragmatischen Weg mit, da er den Alltag vieler Menschen einfacher macht. Wichtig ist für uns aber auch, die Erwartungen realistisch zu halten. Dieses Gesetz wird den ländlichen Raum nicht grundlegend verändern. Es schafft keine Wunderlösung gegen Strukturprobleme. Aber es kann dort, wo entsprechende Konzepte bereits funktionieren oder entstehen, eine sinnvolle Ergänzung sein.

https://www.ssw.de/themen/sonntagseinkauf-pragmatisch-weiterentwickeln

Ähnliche Nachrichten

„Und bitte komme mir keiner mit Free Speech.“ Mit diesen Worten sorgt Bundeskanzler Friedrich Merz für eine neue Debatte über Meinungsfreiheit und den Umgang mit angeblichen Falschinformationen im Netz.

Weiterlesen

2027: Das Ende der Bankgeheimnis? Wie der Staat direkten Zugriff auf Ihr Konto erhält.

Weiterlesen

In diesem Video spricht Alex über die Zustände in der EU in Sachen Migration. 

Weiterlesen

Der AfD-Plan funktioniert? Wie Angstpolitik und grüne Ideologie die Rechte stärken.

Weiterlesen

„Unmenschlich, unanständig, rücksichtslos” mit diesen Vorwürfen attackierte die SPD die Union nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas. NIUS zeichnet nach, wie diese Erzählung in sich zusammenfiel.

Weiterlesen

Weil der linke SPD Finanzminister uns auspressen möchte, wie eine Zitrone, um seinen Traum der Deindustrialisierung von Deutschland und der sozialistischen Umverteilung zu erfüllen - vorallem aber weil er unseren Staat PLEITE REGIERT hat - gibt es für uns KEINE ENTLASTUNGEN beim Benzinpreis.

Weiterlesen

Das Oberlandesgericht Dresden hat entschieden, die Reststrafe der Linksextremistin Lina Engel zur Bewährung auszusetzen. Zuvor hatte der Generalbundesanwalt versucht, eine vorzeitige Entlassung zu verhindern. Der Bundesgerichtshof veröffentlichte dazu heute eine Pressemitteilung zu seinem Beschluss vom 6. Mai 2026. Der BGH hat entschieden: Lina kommt frei.

Weiterlesen

Der Donnerstag begann mit einem Arbeitsfrühstück im Café du Parc an der Pennsylvania Avenue in Washington, D.C. Gesprächspartner war John Gizzi, einer der bekanntesten politischen Journalisten der USA und Redakteur von Newsmax, einem der größten konservativen Medienunternehmen der Vereinigten Staaten.

Weiterlesen

Wie groß ist die Gefahr, dass der Ukraine-Krieg zu einem europäischen Krieg eskaliert? Der ehemalige Brigadegeneral und frühere Merkel-Berater Erich Vad warnt vor einer gefährlichen Eskalationsspirale und kritisiert den außenpolitischen Kurs Deutschlands und Europas.

Weiterlesen
Calendar
«November 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30 
Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 6 – Brauchen wir eine NBB für Deutschland?

Braucht Deutschland eine nationale Befreiungsbewegung? Teil 6 untersucht die These, die Bundesrepublik sei bis heute nicht vollständig souverän, und stellt die „Bürgerbewegung für Recht und Freiheit e. V.“ Im Mittelpunkt stehen die Nachkriegsordnung, das Grundgesetz und die Frage, ob sich aus den angeführten völkerrechtlichen Argumenten ein anerkannter Status bei den Vereinten Nationen ableiten lässt.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 5 – NBBs in Palästina / Israel / Russische Föderation

Was ist eine nationale Befreiungsbewegung, und wer entscheidet über ihre Legitimität? Im Nahostkonflikt berufen sich sowohl der Zionismus als auch die PLO auf das Recht auf Selbstbestimmung. Teil 5 untersucht, wie unterschiedlich Befreiungsansprüche begründet werden und welche Rolle dabei politische Interessen und internationale Anerkennung spielen.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 4 – Gegen Kolonialismus und Apartheid in Afrika, Asien und Amerika

Von Südafrika und Namibia über die Westsahara bis nach Vietnam und Nicaragua: Befreiungsbewegungen kämpften gegen Kolonialherrschaft, Apartheid und politische Unterdrückung. Teil 4 zeigt, wie unterschiedlich ihre Ziele, Strategien und internationale Anerkennung waren – und warum ihr Status bis heute umstritten sein kann.