Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Liebe Leserinnen und Leser,
Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.
Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.
Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.
Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.
Landesrat Bianchi will Maulkorb verpassen: SHB fordert breite Debatte und echtes Landesgericht statt Neufaschisten-Architektur!
Südtiroler Heimatbund 26-10-2026, 08:24

Die Debatte um die Ruine des Bozner Justizpalastes spitzt sich zu. Nachdem Hochbaulandesrat Christian Bianchi (Forza Italia) via Facebook ein Redeverbot für Landtagskollegen forderte und den Wiederaufbau zur reinen „Verwaltungsfrage“ degradieren wollte, reagiert der Südtiroler Heimatbund (SHB) mit Entrüstung. Obmann Roland Lang sieht in Bianchis Agieren den durchschaubaren Versuch, eine längst überfällige geschichtspolitische Diskussion im Keim zu ersticken.
„Landesrat Bianchi verhält sich, als gehöre ihm der Gerichtsplatz im Alleingang“, kritisiert SHB-Obmann Roland Lang scharf. „Er vergisst dabei ganz bewusst: Der Justizpalast ist seit 2019 Landeseigentum. Hier wird nicht über eine x-beliebige Immobilie verhandelt, sondern über das Landesgericht, das Recht für ganz Südtirol sprechen soll – und nicht nur für die Stadt Bozen!“
Rechtsstaat unvereinbar mit „sehender“ Iustitia
Besonders unerträglich ist für den Heimatbund die Haltung jener nationalistischen Kreise, die den faschistischen Monumentalbau eins zu eins und „mit Zähnen und Klauen“ wiedererrichten wollen. Lang erinnert an die tiefere Symbolik des zerstörten Ensembles: „Die beim Einsturz am 16. Juli zerstörte Iustitia-Statue war ohne Augenbinde dargestellt. Ihr Blick war provokant auf die gegenüberliegende einstige faschistische Parteizentrale und den Duce gerichtet. Eine sehende Justiz, die nach Parteibuch und Ideologie urteilt, ist das exakte Gegenteil eines modernen Rechtsstaates, in dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind,“ betont Lang.
Rückendeckung erhält der Heimatbund weiterhin durch die fundierte rechtliche Expertise von Strafverteidiger Nicola Canestrini. Das Gutachten stellt unzweideutig klar, dass keinerlei Pflicht zur originalgetreuen Rekonstruktion („com’era, dov’era“) besteht. Eine Neuanfertigung des faschistischen Propagandaprogramms durch die öffentliche Hand im Jahr 2026 wäre eine historische Fälschung („falso storico“) und widerspricht der antifaschistischen Matrix der Verfassung sowie der Pflicht zur absoluten Unparteilichkeit der Gerichtsbarkeit.
Wahlen im Blick: Schluss mit Neufaschisten in der Landesregierung
Für den Heimatbund steht fest, dass die Karten bald neu gemischt werden. Die Amtszeit der aktuellen Landesregierung und damit auch jene von Landesrat Bianchi neigt sich dem Ende zu.
„Bianchi ist nur noch bis zu den nächsten Landtagswahlen im Amt“, unterstreicht Lang. „Wir verbinden damit die klare Hoffnung, dass die Südtiroler Volkspartei nach der Ära Kompatscher endlich die Reißleine zieht. In einer künftigen Südtiroler Landesregierung dürfen Neufaschisten und deren ideologische Sachwalter keinen Platz mehr haben. Wer die Symbole einer mörderischen Diktatur, die einst unsere Kultur ausradieren wollte, im 21. Jahrhundert mit Steuergeldern neu meißeln will, hat jede demokratische Legitimation verspielt.“
„Der SHB fordert daher statt „technischen Bewertungen“ einen transparenten, demokratischen Prozess für ein modernes, entideologisiertes Justizgebäude, das der Autonomie und dem Recht aller Sprachgruppen gerecht wird“, schließt Lang.
Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes
Der Regisseur Mario Nieswandt hat seinen neuen Kinofilm "Warum Ich" diesen Erlebnissen gewidmet und transportiert das Thema "Krieg" und "Kriegstüchtigkeit" in die heutige Zeit.
WeiterlesenAfrikas Entkolonialisierung wurde nicht nur auf Schlachtfeldern entschieden, sondern auch in internationalen Organisationen und Verhandlungen. Teil 3 zeigt, wie anerkannte Befreiungsbewegungen in Simbabwe, Mosambik, Angola und Guinea-Bissau vom bewaffneten Widerstand zu politischen Akteuren und schließlich zu Trägern neuer Staaten wurden.
WeiterlesenCampact fordert den Einzelhandel zum Boykott von NIUS und freien Medien auf. Gleichzeitig zieht GdP-Vize Sven Hüber nach Vorwürfen zu seiner DDR-Vergangenheit Konsequenzen und tritt zurück.
WeiterlesenRedebeitrag von Carolin Bachmann (AfD) am 10.09.2026 um 16:27 Uhr (93. Sitzung, TOP Epl 25)
WeiterlesenUlrich Siegmund schickt sich an in einer demokratischen Wahl die bisherigen Machthaber in den Senkel zu stellen.
WeiterlesenKatja Riemann und Frank-Walter Steinmeier haben den diesjährigen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit zu einer Mischung aus einer grotesken Clown-Charade und einem Phrasen-Bingo verkommen lassen.
WeiterlesenDie EU schickt weitere Milliarden in einen Krieg, der längst keiner mehr ist, den man beenden will. Und neutrale Staaten finanzieren mit, als gäbe es das Wort Neutralität nicht mehr.
WeiterlesenDie „Brandmauer“ zur AfD bröckelt nicht von außen, sondern von innen. Warum verliert Friedrich Merz die Kontrolle über die Partei und wie werden Journalisten zum Druckmittel im Kampf um die Zukunft des deutschen Konservatismus?
WeiterlesenIn diesem Video analysiert der Autor, wie die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei 7% um den Landtagseinzug bangt, warum die AfD trotz Ausgrenzung wächst und wie die „Kontaktschuld" jahrelang echte Debatten ersetzt hat.
WeiterlesenCalendar
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ||||||
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | ||||||
Werden Sie Teil unserer Community in den sozialen Netzwerken
Braucht Deutschland eine nationale Befreiungsbewegung? Teil 6 untersucht die These, die Bundesrepublik sei bis heute nicht vollständig souverän, und stellt die „Bürgerbewegung für Recht und Freiheit e. V.“ Im Mittelpunkt stehen die Nachkriegsordnung, das Grundgesetz und die Frage, ob sich aus den angeführten völkerrechtlichen Argumenten ein anerkannter Status bei den Vereinten Nationen ableiten lässt.
Was ist eine nationale Befreiungsbewegung, und wer entscheidet über ihre Legitimität? Im Nahostkonflikt berufen sich sowohl der Zionismus als auch die PLO auf das Recht auf Selbstbestimmung. Teil 5 untersucht, wie unterschiedlich Befreiungsansprüche begründet werden und welche Rolle dabei politische Interessen und internationale Anerkennung spielen.
Von Südafrika und Namibia über die Westsahara bis nach Vietnam und Nicaragua: Befreiungsbewegungen kämpften gegen Kolonialherrschaft, Apartheid und politische Unterdrückung. Teil 4 zeigt, wie unterschiedlich ihre Ziele, Strategien und internationale Anerkennung waren – und warum ihr Status bis heute umstritten sein kann.