Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Artikel 146 GG – der vergessene Schlüssel zur deutschen Souveränität?

Think Tank 31-07-2026, 06:05

von Michael Krater

Das Gutachten von Volker Ludwig können Sie unter folgendem Link einsehen: Völkerrechtliches Gutachten zur aktuellen Situation in Deutschland


Ja, es ist ein großartiges Werk, dass mich als vermeintlich Belesener zu diesem Themenkreis (schon wieder) demütig macht.

Dieses Gutachten ist mir vor Jahren schon einmal in einer vorherigen Fassung " im Netz" begegnet und tatsächlich habe ich es s. Zt. naiverweise in Teilen abgetan, weil ich es - so sehe ich es heute - wohl nicht verstanden hatte.

Allein die kolportierten Termini der verschiedenen " Mächte " ob drei, vier oder fünf und dazu noch in den verschieden Schreibweisen ( Vier Mächte oder Viermächte) haben mich damals gelinde gesagt zur Verzweiflung gebracht, so dass ich damals "gescheitert" bin.

Heute fühle mich sehr viel mehr bereit, noch einmal ins "Eingemachte zu gehen" und werde mich noch einmal tiefer um mein Verständnis bemühen.

Dieser Umstand ändert jedoch nichts an den Kernaussagen von Volker Ludwig, denen ich dennoch folgen konnte und weiterhin folgen kann.

Einzig die NICHT vorgenommene Bewertung des Artikels 146 GG in diesem Gutachten, in Verbindung mit dem Rückschluss, dass nur ein "Vereintes Deutschland" zu einer Souveränität gelangen könnte, kann ich nicht nachvollziehen.

Artikel 146 GG - siehe Carlo Schmid - war seit 1948 ein zentrales Thema, um auch die völkerrechtskonformen Aktivitäten der Alliierten zur Erfüllung von Artikel 43 HLKO bedienen zu können. Und, dieser Artikel schließt in seinem Wortlaut aus meiner Sicht völlig zu Recht die Möglichkeit ein, dass die Deutschen sich auf eine bestehende und rechtswidrig suspendierte Verfassung (1871) berufen könnten.

Denken wir einmal anders herum!

Vereinfacht ausgedrückt, müssen Gesetztexte so ausgestaltet werden, dass der durchschnittlich begabte Betroffene dieses Gesetz ohne weiteres verstehen und somit auch anwenden kann.

Dieser nicht realisierte Anspruch wird aus meiner Sicht dadurch bestärkt, dass die BRD 1990 Zusatzverträge und Zusatzvereinbarungen mit den bekannten Wirkungen - durch Volker Ludwig eindrucksvoll geschildert - geschlossen haben, die zum Verständnis eines Gesetzestextes nicht nur nicht beigetragen haben, sondern dieses Verständnis ad absurdum führen müssen.

Wie darf der durchschnittliche vom GG Betroffene Artikel 146 verstehen dürfen?


Da steht nicht, dass die Deutschen sich auf eine bestehende Verfassung berufen können, dann aber Friedensverträge mit mindestens 47 Kriegsgegnern zu schließen haben. Die andere Variante, die Artikel 146 anbietet, ist eine Verfassung schlechthin, was im allgemeinen Verständnis wohl bedeutet, sich überhaupt eine Verfassung geben zu können, die das GG dann sofort ablösen würde und somit das Besatzungsmittel GG bestätigt. Und, von Friedensverträgen ist auch dann keine Rede.

Volker Ludwig hat den Betrug sorgfältig herausgearbeitet und an dieser Stelle möchte ich "Glaubwürdigkeit durch Anwendung" anders interpretiert sehen.

Gingen - sehr theoretisch - 2 Millionen Menschen in Berlin oder Leipzig auf die Straße und forderten von der BRD resp. den Alliierten die Klarstellungen ein, welche Anforderungen zu erfüllen sind, um Artikel 146 umzusetzen, würde ein (passender) Schuh daraus.

Sofern die Analyse - es spricht bis auf diesen Punkt aus meiner Sicht wenig dagegen - von Volker Ludwig an dieser Stelle richtig ist, hätte die Russische Föderation mit der Annullierung des " 2+4-Vertrages" alleine das Heft in der Hand, einen Friedensvertrag für die Deutschen theoretisch zu ermöglichen.

Allerdings, Maria Sacharowa, Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, hat mehrfach sinngemäß verlautbaren lassen, dass sich die Deutschen selbst helfen müssen...

Bliebe also - was meinen Horizont anbelangt - nur noch die Alliierten vor der Weltöffentlichkeit bloßzustellen, falls sie den dem Wunsch um Friedensverträgen resp. den damit verbundenen Klarstellungen nicht nachkämen.

Kriegslisten sind ja gemäß Haager Landkriegsordnung durchaus legal.

Nach 81 Jahren der Beendigung der heißen Phase des zweiten Abschnittes des Weltkrieges der Weltöffentlichkeit vor Augen zu halten, dass dieses Land (und andere) Produkte fortwährender Kriegslisten sind, wäre in der Quintessenz des Gutachtens von Herrn Ludwig die einzige von mir erkannte theoretische Möglichkeit den Spieß durch angewandte Glaubwürdigkeit durch Anwendung umzudrehen.

Ich verstehe meinen Beitrag als Diskussionsbeitrag und würde mich sehr freuen, andere Analysen und Interpretationen des Gutachtens von Herrn Ludwig erfahren zu dürfen.


Volker_Ludwig_Voelkerrechtliches_Gutachten_zur_aktuellen_Situation.pdf


Für Meinungsvielfalt und offene Debatte.
Wir sind überzeugt, dass eine lebendige Demokratie vom offenen Austausch unterschiedlicher Sichtweisen lebt. Deshalb veröffentlichen wir auf dieser Website neben eigenen Beiträgen auch ausgewählte Artikel und Analysen aus unabhängigen Medien und anderen öffentlichen Quellen. Unser Anliegen ist es, relevante Stimmen, Argumente und Perspektiven zugänglich zu machen – insbesondere solche, die in der öffentlichen Debatte zu wenig Beachtung finden. Die Veröffentlichung eines Beitrags bedeutet nicht automatisch eine vollständige Zustimmung zu dessen Inhalt. Autorinnen und Autoren sind eingeladen, ihre Beiträge durch Kommentare, Aktualisierungen oder ergänzende Stellungnahmen zu erweitern. Wenn Sie Fragen zu einer Veröffentlichung haben oder eine Kontaktaufnahme wünschen, erreichen Sie uns jederzeit per E-Mail.

Kontakt: redaktion@patria-germania.de

Ähnliche Nachrichten

Berlin: Bei der Friedensdemo am Samstag mischen sich die Sphären. Ein Opa mit Uniform bekommt Platzverbot. Vermummte provozieren.

Weiterlesen

Stephanie Tsomakaeva von der Wahlbeobachter-Plattform Wabeo erklärt, an welchen Stellen sich die wichtigsten Stellschrauben für Wahlmanipulationen befinden.

Weiterlesen

Die deutsche Regierung hat Moskau für den mutmaßlichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig verantwortlich gemacht und Vergeltungsmaßnahmen angedroht.

Weiterlesen

Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt kommt es im Bundestag zum offenen Schlagabtausch zwischen Alice Weidel und Friedrich Merz. 

Weiterlesen

Meine Anfrage brachte ans Licht: 96 Todesfälle in Niedersachsen stehen in einem Zusammenhang mit der Impfung. Die Dimension anderer Impfschäden? Bis heute nicht absehbar. Lange wurde eine Aufarbeitung blockiert, echte Hilfe gab es kaum. Nun bringen die Regierungsfraktionen erstmals einen Antrag ein, der Bewegung in das Thema bringt.

Weiterlesen

BÜNDNIS DEUTSCHLAND warnt vor weiterer Eskalation und sieht die von Pistorius bestellten Leichensäcke als deutliches Warnsignal.

Weiterlesen

Wie viele Eurer hart erarbeiteten Steuer-Milliarden müssen eigentlich noch in dubiose Kanäle versickern, damit ein Minister nicht befördert, sondern angeklagt wird? In Spanien hat der Oberste Gerichtshof diese Woche den Ex-Verkehrsminister Abrams verurteilt. So schreibt es „Die Welt“ am 22.06.2026 um 13:27 Uhr. 

Weiterlesen

Mit einer auffallend optimistischen Rede beendete Bundeskanzler Friedrich Merz die Kabinettsklausur in Neuhardenberg – nur zehn Tage vor der Schicksalswahl in Sachsen-Anhalt.

Weiterlesen

Frankreich brennt, doch die Debatte landet schnell in Deutschland: Dobrindt, das Migrationstabut und die Frage, warum die Union der AfD hinterherläuft. Anschauen — und selbst entscheiden, wo Analyse endet und Rhetorik beginnt.

Weiterlesen
Calendar
«November 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30 
Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 6 – Brauchen wir eine NBB für Deutschland?

Braucht Deutschland eine nationale Befreiungsbewegung? Teil 6 untersucht die These, die Bundesrepublik sei bis heute nicht vollständig souverän, und stellt die „Bürgerbewegung für Recht und Freiheit e. V.“ Im Mittelpunkt stehen die Nachkriegsordnung, das Grundgesetz und die Frage, ob sich aus den angeführten völkerrechtlichen Argumenten ein anerkannter Status bei den Vereinten Nationen ableiten lässt.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 5 – NBBs in Palästina / Israel / Russische Föderation

Was ist eine nationale Befreiungsbewegung, und wer entscheidet über ihre Legitimität? Im Nahostkonflikt berufen sich sowohl der Zionismus als auch die PLO auf das Recht auf Selbstbestimmung. Teil 5 untersucht, wie unterschiedlich Befreiungsansprüche begründet werden und welche Rolle dabei politische Interessen und internationale Anerkennung spielen.

Zwischen Systembruch und Souveränität. Teil 4 – Gegen Kolonialismus und Apartheid in Afrika, Asien und Amerika

Von Südafrika und Namibia über die Westsahara bis nach Vietnam und Nicaragua: Befreiungsbewegungen kämpften gegen Kolonialherrschaft, Apartheid und politische Unterdrückung. Teil 4 zeigt, wie unterschiedlich ihre Ziele, Strategien und internationale Anerkennung waren – und warum ihr Status bis heute umstritten sein kann.