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Tourismus-Kollaps in Osteuropa – nach Besuchen von der Leyen in den „Frontstaaten“
26-07-2026, 19:37

von Dr. Peter F. Mayer
Sieben EU-Mitgliedstaaten haben sich mit einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission gewandt und über einen starken Rückgang der Touristenzahlen in ihren östlichen Grenzregionen geklagt. Betroffen sind Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und die Slowakei.
Die Minister und Staatssekretäre dieser Länder schreiben, geopolitische Ereignisse und Sicherheitsbedenken hätten den Tourismus in den Grenzgebieten erheblich beeinträchtigt. „In den meisten dieser Regionen sind die Touristenströme deutlich zurückgegangen“, heißt es in dem Schreiben, über das Politico und andere Medien berichteten. Sie fordern zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für die lokalen Wirtschaften, die unter dem Einbruch leiden.
Die Ursache sehen die Unterzeichner in den Berichten über Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und der ständigen Beschwörung der „russischen Bedrohung“. Während südliche Mittelmeerländer unter Überfüllung leiden und Touristen teilweise nach Norden ausweichen, verzeichnen die östlichen Nationen Rückgänge – aus Angst vor dem, was die politische EU-Führung seit Jahren maximal dramatisiert.
Das ist die Folge der EU-Politik: Dieselben Staaten – nämlich Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien – und dieselbe Brüsseler Elite, die seit Jahren mit aggressiver Kriegsrhetorik, Waffenlieferungen und der permanenten Eskalationsspirale gegen Russland die Sicherheitslage anheizen, klagen nun über die wirtschaftlichen Folgen genau dieser Politik. Touristen meiden die Grenzregionen, weil die politische Klasse ihnen unablässig einredet, dort drohe unmittelbare Gefahr.
Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zur Agenda von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Statt sich auf die wirtschaftliche Erholung zu konzentrieren – die unter Energiekrise, Sanktionen, Deindustrialisierung und Bürokratie leidet –, bereist sie regelmäßig die sogenannten „Frontstaaten“. Im September 2025 etwa besuchte sie Bulgarien und betonte die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten und die Unterstützung der Ukraine, während gleichzeitig die Kriegsrhetorik der EU-Führung immer schärfer wurde. Annalena Baerbock sprach von Deutschland im Krieg mit Russland, Friedrich Merz von Truppenentsendung und Taurus-Angriffen, Emmanuel Macron von Russland als „Raubtier“ und „Monster“ an den Toren Europas. Von der Leyen selbst signalisierte Bereitschaft zu „Friedenstruppen“ in der Ukraine.
Während die Wirtschaft in weiten Teilen Europas unter den Folgen der eigenen Politik leidet – hohe Energiepreise, abwandernde Industrie, stagnierende Investitionen – priorisiert die Führung Waffen, Munition und symbolische Frontbesuche. Die Klage der sieben Staaten über fehlende Touristen ist nur ein weiteres Symptom: Die ständige Kriegspropaganda und die Selbstinszenierung als bedrohte „Front“ schrecken genau die Besucher ab, die die Grenzregionen dringend bräuchten.
Brüssel und die nationalen Regierungen haben die Sicherheitslage selbst eskaliert und maximiert. Jetzt bitten sie um finanzielle Hilfe, weil die Rechnung präsentiert wird – in Form leerer Hotels, geschlossener Restaurants und notleidender Kleinbetriebe in den Grenzregionen. Die Prioritäten der EU-Führung sind klar: Kriegsrhetorik und militärische Integration vor wirtschaftlicher Vernunft. Die Touristenstimmen an den Ostgrenzen sind nur der neueste Beleg dafür, dass diese Strategie den eigenen Bürgern und Unternehmen schadet.
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