Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Vorab-Studienergebnisse: Milliarden Einsparpotenzial im Bundeshaushalt
17-06-2026, 10:17
Das Haushaltsproblem ist das Kardinalproblem der Regierung. Nicht nur aufgrund der milliardenschweren Haushaltslücken in den kommenden Jahren, sondern auch um die dringend benötigten Steuerentlastungen für Unternehmen und Haushalte zu finanzieren – der seit Jahren aufwachsende Bundeshaushalt muss konsolidiert werden.
Da es aus der Politik bislang an einem stimmigen Spar-Gesamtkonzept mangelt, hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) das ifo-Institut damit beauftragt, eines zu entwickeln.
Zur Ausgangslage: Staatsquote steigt weiter, größte Einsparpotenziale bei Sozialausgaben und Finanzhilfen für die Wirtschaft
Die Staatsquote (das Verhältnis von Staatsausgaben zu BIP) steigt seit Jahren und wird laut Referenz-Prognose des ifo auch in kommenden Jahren steigen. Betrug sie 2025 noch 50,6 Prozent, wird sie bis 2030 auf über 54 Prozent steigen. Parallel zu der Staatsquote steigt gleichzeitig die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben des Staates weiter an (von 124 Mrd. Euro im Jahr 2025 auf 310 Mrd. Euro in 2030). Dies macht zusätzliche Schulden notwendig und lässt die Staatsschuldenquote (Staatsschulden in Relation zum BIP) von 63,5 Prozent auf 76,4 Prozent ansteigen.
Das größte Einsparpotenzial ist aufgrund ihres Volumens in den größten Ausgabenblöcken des Bundeshaushalts zu finden. Mit 37 Prozent sind dies in erster Linie die Sozialausgaben. Wenn man von den allgemeinen Verwaltungsausgaben (zweitgrößter Ausgabenblock) absieht, findet man im drittgrößten Ausgabenblock „Wirtschaftliche Angelegenheiten“ (21 Prozent) insbesondere die Finanzhilfen des Bundes als mögliches Einsparpotenzial. Betrugen sie 2015 noch 5 Mrd. Euro, sind sie inzwischen auf 60 Mrd. im Jahr 2024 angestiegen. Sie stellen damit 11 Prozent der gesamten Ausgaben des Bundes dar.
Szenario 1: Reduzierung Bundeszuschuss zur Rente
Würde man den Bundeszuschuss zur Rente reduzieren, indem man die Renten in Zukunft nicht mehr mit der Lohnentwicklung steigen lässt, sondern passend zur Inflation sowie die Mütterrente über vier Jahre gestreckt um 50 Prozent kürzt, ließen sich bis 2030 insgesamt rund 20 Mrd. Euro im Bundeshaushalt einsparen.
Szenario 2: Reduzierung Anspruchsberechtigte Elterngeld
Eine Absenkung der Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld auf 50.000 Euro (für Alleinerziehende und Paare), würde bis 2030 insgesamt ca. 3 Mrd. Euro im Bundeshaushalt einsparen.
Szenario 3: Kürzung Subventionen
Wenn alle noch nicht genehmigten Finanzhilfen des Bundes für Unternehmen über vier Jahre um 60 Prozent gesenkt würden, würden bis 2030 ca. 31 Mrd. Euro im Bundeshaushalt frei.
Szenario 4: Produktivitätssteigerungen durch Strukturreformen
Zusätzliche Mittel lassen sich nicht nur durch Kürzungen, sondern auch durch ein Ankurbeln der Wirtschaft erreichen. Produktivitätssteigernde Reformen wie z.B. umfassender Bürokratieabbau, ein Abbau strukturkonservierender Finanzhilfen sowie produktivitätssteigernde Investitionen, die das Produktivitätswachstum Deutschlands in Summe wieder auf das Niveau von 2010 bis 2019 heben, würden zu Mehreinnahmen des Bundes bis 2030 von rund 6 Mrd. Euro führen.
Gesamte Entlastungswirkung aller vier Szenarien
Eine Kombination aller genannten Maßnahmen würde dem Bund bis 2030 insgesamt zusätzlichen Spielraum von ca. 60 Mrd. Euro verschaffen. Die notwendige Nettokreditaufnahme des Bundes würde also auf 140 Mrd. Euro sinken. Die Staatsschuldenquote würde um 2,4 Punkte geringer steigen – auf dann 74 Prozent.
Demokratie stirbt nicht durch Schläge von aussen. Sie erstickt an denen, die sich als ihre alleinigen Hüter sehen.
WeiterlesenNeue Berichte über eine bevorstehende russische Provokation gegen Polen sind (wieder einmal) Fake News aus dem Deep State Apparat. Eigentlich strebt Russland eine Normalisierung der Beziehung an, dramatischer ist zugleich der sich zuspitzende Konflikt zwischen Polen und der Ukraine.
WeiterlesenDrohnen-Vorfall Leipzig: Provokation statt Diplomatie? Das gebrochene NATO-Versprechen.
WeiterlesenLuigi Pantisano spricht im Sommerinterview des ZDF über die mögliche Enteignung der Wohnungskonzerne, den Sozialkahlschlag die Kahlschlag-Politik der Bundesregierung und vieles mehr!
WeiterlesenStaatliche Schlussredaktion: Wie Landesmedienanstalten Blogger kontrollieren
Die Hinterlassenschaften der Ära Merkel werden immer sichtbarer – und giftiger für die Meinungsfreiheit in Deutschland. Aktuelles Beispiel: Der Fall des Bloggers Ben Berndt (Ben ungeskriptet), dem die Landesmedienanstalt NRW wegen eines Interviews mit Björn Höcke Schwierigkeiten macht.
Vera Weidenbach schrieb einen Leitartikel in der israelischen Zeitung Haaretz und erklärt, dass Deutschland siche weigert, die Zwei-Staaten-Lösung aufzugeben, aber zusieht, wie Israel sie vergiftet. Sie begründet das mit Äußerungen des deutschen Außenministers Wadephul, der erklärte neben seinem israelischen Amtskollegen, die Annexion des Westjordanlandes sei „nicht hinnehmbar“. Das Problem mit den Worten des Ministers sei, dass er rote Linien benenne, die längst überschritten wurden.
WeiterlesenZur angestrebten zeitnahen Übernahme der deutschen Northvolt-Tochter durch das US-Unternehmen Lyten erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Die Ausführungen von Wirtschaftsminister Madsen lassen uns mit gemischten Gefühlen zurück. Während das Ministerium erneut eine Aufbruchstimmung beschwört, bleiben die harten Fakten für die Menschen an der Westküste und für die Steuerzahler im ganzen Land weiterhin im Nebel.
Der NGO-Komplex setzt alles daran, Wahlsiege und Regierungsbeteiligungen der AfD zu verhindern. In dieser Folge zeigen wir, welche Akteure aktiv sind, wie ihre Netzwerke funktionieren, welche „Wegwerfbündnisse“ gegründet wurden und welche Rolle Finanzierungsstrukturen spielen. Michael Schäfer und Philip Stein analysieren konkrete Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt und zeigen Möglichkeiten für mehr Transparenz auf.
WeiterlesenIn diesem Video spricht Alex über die Sicherheitslage von ChatGPT.
WeiterlesenWerden Sie Teil unserer Community in den sozialen Netzwerken
Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.
Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?
In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.