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Ehrenamt in Not: Ist Südtirol nicht autonom genug, um die drängenden Probleme zu lösen?
Südtiroler Schützenbund 15-01-2026, 23:27 independence, social, reform
Maßnahmen statt Ausreden!
TRAMIN – „Das Südtiroler Ehrenamt unterscheidet sich von den Realitäten im italienischen Staatsgebiet und ist ein wesentlicher Teil der Kultur in Südtirol. Die Einrichtung des gesamtstaatlichen Registers RUNTS hat zahlreiche Südtiroler Vereine vor unüberwindliche bürokratische Probleme gestellt. Viele Vereine haben Probleme, ihre Tätigkeit fortzuführen, weil die Bürokratie und Zettelwirtschaft in keinem ordentlichen Verhältnis mehr stehen,“ schreibt Bezirksmajor Peter Frank in einer Presseaussendung.
Das Südtiroler Gesetz zum Ehrenamt, das im Juli 2025 verabschiedet wurde, sollte zwar Erleichterungen mit sich bringen. Landesrätin Rosmarie Pamer hatte anlässlich der „Montaner Sommergespräche“ mit den Unterlandler Schützen angekündigt, dass alle Vorteile des staatlichen Registers durch das Landesregister übernommen werden sollen. Bis heute sind allerdings wesentliche Punkte ungeklärt, so Peter Frank.
„Der Schützenbezirk Unterland zeigt sich enttäuscht, dass nach wie vor keine zufriedenstellende Lösung für das Südtiroler Ehrenamt gegeben ist und stellt fest, dass der jahrelange Kampf für eine Lösung nicht das erforderliche Resultat eingefahren hat. Der Wechsel vom staatlichen in das Landesregister wirft nämlich zahlreiche Fragen auf. Die Vermögensübertragung ohne finanzielle Einbußen ist für Vereine, die vom staatlichen Register ins Landesregister wechseln, ungelöst. Das Versprechen der Landespolitik, dass alle offenen Fragen bis Ende 2025 gelöst sein werden, wurde nicht eingehalten“ urteilt Peter Frank.
Trotz Landesregister seien wesentliche Themen wie die Absetzbarkeit von Spenden, die Befreiung von der Stempelsteuer oder die Zuweisung der 5 Promille der Einkommenssteuer ungeklärt. Es erkläre sich von selbst, dass diese Themen, die mit der staatlichen Steuergesetzgebung zusammenhängen, von Rom abhängen.
„Wenn ein Land wie Südtirol nicht autonom genug ist, um das Ehrenamt selbst zu regeln, ist es notwendig, die Autonomiepolitik neu auszurichten und endlich die Unabhängigkeit für Südtirol anzugehen!“ fordert Bezirksmajor Peter Frank abschließend.
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