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Neue EU-Milliarden für den ukrainischen Drohnenkrieg
30-06-2026, 22:55 Politik, Wirtschaft

von Thomas Oysmüller
Die EU-Kommission zahlt 3,9 Milliarden Euro für Drohnen an die Ukraine aus. Das ist für den Krieg von höchster Bedeutung, da Drohnen mittlerweile zur wichtigsten Waffe geworden sind.
Die Europäische Kommission hat heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Ukraine für die Beschaffung von Drohnen begonnen. Die Summe ist die erste Rate einer Tranche von rund 6 Milliarden Euro, die ausschließlich für fortschrittliche Drohnentechnologie vorgesehen ist.
Die Mittel stammen aus dem insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden „Ukraine Support Loan“. Dieses Paket teilt sich in etwa 30 Milliarden Euro Haushaltsunterstützung – ohne diesen „Kredit“, der wohl maximal bei einem ukrainischen Sieg zurückgezahlt würde, käme es zur Staatspleite – und 60 Milliarden Euro Kriegsfinanzierung auf (Laufzeit 2026–2027). Allein für 2026 sind 28,3 Milliarden Euro für die ukrainische Verteidigungsindustrie eingeplant.
Bereits am 25. Juni hatte die Kommission 3,2 Milliarden Euro als makrofinanzielle Hilfe ausgezahlt. Die nun folgenden Drohnenmittel sollen vor allem der Produktion und dem Kauf ukrainischer Drohnen zugutekommen und die ukrainische Rüstungsindustrie stärken, die durch die Gelder der EU immer mehr zum größten und wichtigsten Hersteller von Kriegsmaterial in Europa wird. Weitere Auszahlungen in den kommenden Monaten sind für Munition, Raketen und Luftabwehrsysteme vorgesehen, berichtet Reuters.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt in ultranationalistischem und kriegsgeilem Ton dazu:
„Die Genialität der Ukraine steht im Zentrum ihres Erfolgs beim Widerstand gegen Russlands vollumfängliche Invasion. Diese Genialität wollen wir unterstützen. Heute stellen wir eine erste Tranche von 3,9 Milliarden Euro für fortschrittliche Drohnentechnologie zur Stärkung der Verteidigung der Ukraine bereit. Und es wird mehr folgen.“
Die Gelder werden nach Prüfung der Verträge (so die offiziellen Angaben) schrittweise freigegeben und fließen in einen speziellen Fonds des ukrainischen Staatshaushalts. Die EU hat seit Beginn der russischen Spezielken Militärooration zusammen mit den Mitgliedstaaten bereits über 211 Milliarden Euro an die Ukraine geschickt. Manches davon ist humanitäre und politische Hilfe, vieles dient dem Krieg.
Mit der Drohnen-Finanzierung setzt die EU ihren Kurs fort. Die Drohnen sind mittlerweile entscheidend, sowohl zur Verteidigung der Front als auch für offensive Angriffe – ob direkt hinter der Front, an der Front oder tief im Hinterland. Die EU finanziert dabei die ukrainische Rüstung, die spätestens nach dem Krieg auch die EU versorgen soll. So begibt sich die EU in eine Abhängigkeit von einem Nichtmitgliedstaat und spricht gleichzeitig von ihrer neuen „souveränen“ Sicherheitsarchitektur.
Der Krieg war noch nicht beendet, da wurde die Welt bereits neu verteilt. Während Europa in Trümmern lag, machten die USA den Dollar zur Leitwährung, Washington zur Finanzzentrale und Bretton Woods zum Fundament ihrer globalen Vormachtstellung. Was als Stabilität verkauft wurde, bedeutete für viele Staaten vor allem eines – Abhängigkeit.
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