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20 Jahre Feldbefreiung in Gießen - Start einer erfolgreichen Polit-Kampagne

2-06-2026, 11:01

Anfang Mai 2006 kündigten Umweltschützer*innen und Gentechnikkritiker*innen die Zerstörung eines Versuchsfeldes der Uni Gießen mit gentechnisch veränderter Gerste an. Das Feld war ohne öffentliche Beteiligung per Sofortvollzug genehmigt und mit Fördermitteln aus der Biosicherheitsforschung finanziert worden, diente aber tatsächlich eher kommerziellen Zwecken. Die Ankündigung einer Zerstörung ist als solches ein Aufreger und damit ein gutes Mittel, Aufmerksamkeit und inhaltliche Auseinandersetzung zu forcieren. Das gelang auch. Am Tag der Aktion lief aber nicht alles wie geplant ... und endete schließlich im Gefängnis. Gelohnt hat es sich aber doch: Die Aktion war Startschuss einer kreativen, mehrjährigen Kampagne gegen die kommerzielle Agrogentechnik, die im Jahr 2012 mit dem Aus allen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland endete.

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