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Morddrohung gegen Hinweisgeberin? Die Millionen-Affäre um Hannovers SPD

17-07-2026, 14:44

Morddrohung, eingeschlagene Fensterscheiben, ein zerstörtes Auto: Eine Hinweisgeberin berichtet von massiver Einschüchterung, nachdem sie auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei einem hannoverschen Integrationsverein aufmerksam gemacht hatte.

Im Zentrum der Affäre stehen rund 1,2 Millionen Euro öffentliche Fördermittel. Sie wurden für die Arbeit des Vereins „Integrationsarbeit Kronsberg“ bewilligt. Doch am Vereinssitz finden sich verschlossene Türen, verlassene Räume und kaum sichtbare Spuren der angekündigten Projekte.

Förderbehörden fordern inzwischen knapp 1,14 Millionen Euro zurück. Ermittler prüfen den Verdacht auf Subventionsbetrug, Betrug und Untreue. Im Mittelpunkt stehen auch hohe Zahlungen an die frühere SPD-Ratspolitikerin Hülya Iri und ihre Tochter.

Unsere Recherche führt zu einer Frau, die nach eigener Aussage bereits 2024 führende SPD-Stellen über mögliche Unregelmäßigkeiten informierte. Eine erkennbare Reaktion sei ausgeblieben.

Später wurden die Scheiben ihres Hauses eingeschlagen und ihr Auto schwer beschädigt. Auf einem von uns gesichteten Überwachungsvideo ist zu sehen, wie Hülya Iri und ihr Ehemann am Grundstück der Frau erscheinen. Nach einer vorliegenden Übersetzung soll dabei auch eine Todesdrohung ausgesprochen worden sein.

Wie wurden die Fördergelder verwendet? Warum blieben die Hinweise offenbar folgenlos? Und wie konnte die Situation derart eskalieren?

Die ganze Reportage über öffentliche Millionen, politische Verantwortung und eine Hinweisgeberin, die heute um ihre Sicherheit fürchtet.
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