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Ehrenamt in Südtiroler Hand – statt leerer Worte, Taten für unser Land!
NALS – Bereits im vergangenen Jahr machten wir mit zwei Aktionen auf die Missstände und das Versagen der Landesregierung in Bezug auf das Ehrenamt aufmerksam. Bei der letzten Aktion forderten wir umgehendes Handeln sowie die Einführung des seit Langem versprochenen Landesregisters für ehrenamtlich tätige Vereine, da mit dem 1. Jänner 2026 das Vereinsgesetz des Dritten Sektors in Kraft trat.
„Bis heute ist leider nichts geschehen, abgesehen von leeren Versprechungen am Verhandlungstisch und dem ständigen Hinhalten mit wohlklingenden Sonntagsreden. Wie es scheint, ist das dringend benötigte Landesregister noch immer in weiter Ferne. Während Anliegen der Bevölkerung immer wieder vertagt und hinausgezögert werden, zeigt sich bei Vorhaben im eigenen Interesse, dass rasches und entschlossenes Handeln sehr wohl möglich wäre. Genau dieses Muster zeigt sich auch hier einmal mehr. Die Vereine stehen dadurch vor existenziellen Belastungen und sehen sich gezwungen, sich in das nationale Register einzuschreiben, mit all seinen bürokratischen Hürden sowie der persönlichen Strafbarkeit für Kassiere sowie rechtliche Vertreter. Planungssicherheit gibt es somit keine“, so Bezirksmajor Hannes Holzner.
Dabei hat die Landesregierung den Verbänden zugesichert, dass das Landesregister inklusive der notwendigen Durchführungsverordnungen bis zum 1. Jänner 2026 stehen wird. Dieses Versprechen wurde bislang nicht eingehalten.
Aus diesem Grund hängt nun das Banner „Ehrenamt in Südtiroler Hand – statt leerer Worte, Taten für unser Land!“ gut sichtbar neben der MEBO-Ausfahrt Nals und zwar so lange, bis das Versprochene umgesetzt ist. Dieses Banner soll die zuständige Landesrätin jeden Tag auf ihrem Arbeitsweg daran erinnern, dass die Zukunft der Südtiroler Vereine an einem seidenen Faden hängt, für die sie sich verpflichtet hat.
„Die Landesregierung muss endlich ihren Verpflichtungen und Versprechen nachkommen, insbesondere wenn die Vereinstätigkeit und das kulturelle Zusammenleben in unserer Heimat ernsthaft gefährdet wird. Es ist höchste Zeit, dass den vielen leeren Worten endlich konkrete Maßnahmen folgen und nicht erneut auf angeblich noch laufende Ausarbeitungs- und Abstimmungsprozesse verwiesen wird.
Wir fordern von der Landesregierung eine klare und tragfähige Lösung zum Thema Ehrenamt. Diese wurde vom Volk gewählt und hat die Interessen der Bevölkerung zu vertreten und nicht jene eines maroden Nationalstaates, der unsere Kultur bis heute nicht verstanden hat. Unsere Heimat lebt von den Vereinen, deshalb ist hier voller Einsatz seitens der Politik gefordert.“
Bezirksmajor Hannes Holzner
Schützenbezirk Burggrafenamt/Passeier
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