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Bremen: Drogentote auf Jahreshöchststand
Bündnis Deutschland 10-01-2026, 12:04 Sicherheit, Soziales

Timke: Drogenscreening rasch einführen
Im Jahr 2024 sind in der Stadt Bremen 30 Menschen an den Folgen von Drogenkonsum gestorben – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus einer aktuellen Senatsantwort auf eine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft (Drs. 21/1496, siehe Anlage) hervor. Gleichzeitig bestätigen die Antworten eine zunehmende Professionalisierung des Drogenhandels, etwa durch sogenannte „Koks-Taxis“, die Betäubungsmittel wie ein Lieferdienst direkt an die Konsumenten in Bremen bringen.
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert unter anderem die Einrichtung einer spezialisierten Anti-Drogen-Einheit bei der Polizei Bremen, ein systematisches Abwasser-Screening zur realistischen Erfassung des tatsächlichen Drogenkonsums sowie eine konsequentere Bekämpfung des organisierten Drogenhandels.
Jan Timke, Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „30 Drogentote in einem Jahr sind kein statistischer Ausreißer, sondern das Ergebnis jahrelanger Verharmlosung und politischer Passivität. Während Drogendealer in Bremen mittlerweile wie Pizzaboten agieren, diskutiert der Senat lieber über Arbeitsgruppen und neue Sozialarbeiter statt über echte Lösungen. Gleichzeitig räumt der Senat selbst ein, dass es in Bremen keinerlei systematische Untersuchungen des Abwassers auf Drogenrückstände gibt. Damit fehlt bis heute ein zentrales Instrument, um den tatsächlichen Umfang und die Entwicklung des Drogenkonsums realistisch einschätzen zu können. Ohne belastbare Daten bleibt die Drogenpolitik Stückwerk und Reaktion statt Strategie. Wer nicht einmal bereit ist, den realen Konsum feststellen zulassen, wird weder wirksam vorbeugen noch gezielt gegensteuern können. Bremen darf sich beim Thema Drogen nicht länger auf Schätzungen und reine Vermutungen verlassen.“
https://buendnis-deutschland.de/bremen-drogentote-auf-jahreshoechststand/
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