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Pustertal: Starkes Zeichen gegen Verkehrschaos und Ausverkauf der Heimat
Südtiroler Schützenbund 23-03-2026, 11:15
OLANG – Mit einer beeindruckenden Beteiligung und großer Aufmerksamkeit ist am Freitag, den 20. März 2026, im Kongresshaus Olang die Podiumsdiskussion „Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“ über die Bühne gegangen. Rund 350 Besucher füllten den Saal bis auf den letzten Platz und machten damit unmissverständlich deutlich: Die Menschen im Pustertal haben genug von Staus, Überlastung und einem schleichenden Ausverkauf ihrer Heimat.
Eingeladen hatte der Schützenbezirk Pustertal in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schützenbund, der mit dieser Veranstaltung den Abschluss der Aktionsreihe „Ausverkauf der Heimat“ setzte. Anlass dafür waren zahlreiche Rückmeldungen und Sorgen aus der Bevölkerung, die zeigen, wie sehr die Belastungen im Tal inzwischen zugenommen haben.
Am Podium diskutierten Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Landtagsabgeordneter Sven Knoll, HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer, ASGB-Fachsekretär Klaus Schier, HPV-Obfrau Claudia Plaikner sowie Landeskommandant Christoph Schmid. Die Moderation übernahm Alfred E. Mair, der umsichtig und treffsicher durch den Abend führte.
Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass die Verkehrsinfrastruktur im Pustertal insbesondere in den Hauptreisezeiten längst an ihre Grenzen gestoßen ist. Staus, Wartezeiten und tägliche Zeitverluste sind für viele Einheimische zur bitteren Normalität geworden. Immer mehr Menschen erleben, dass die Belastungen im Alltag zunehmen, während konkrete Entlastungen ausbleiben.
Ebenso klar wurde jedoch, dass es nicht allein um die Straße geht. Der steigende touristische Druck hat längst weitreichende Folgen für das gesamte Tal. Fehlender leistbarer Wohnraum, immer mehr Zweitwohnungen, überlastete Infrastrukturen und der zunehmende Druck auf die gewachsenen Dorfgemeinschaften zeigen, dass hier eine Entwicklung im Gange ist, die viele Menschen mit großer Sorge betrachten.
Auch aus dem Publikum kamen zahlreiche sachliche, aber deutliche Wortmeldungen. Die Bürgerinnen und Bürger machten klar, dass sie sich mit den bestehenden Zuständen nicht länger abfinden wollen. Der Zusammenhang zwischen Tourismus, Verkehrsaufkommen, Wohnraummangel und sinkender Lebensqualität wurde an diesem Abend unüberhörbar benannt.
Die Podiumsdiskussion in Olang hat damit ein starkes Signal gesetzt: Das Pustertal darf nicht weiter an seine Belastungsgrenze gedrängt werden. Es braucht endlich den politischen Willen, die Interessen der einheimischen Bevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen. Heimat ist keine Ware, die man beliebig ausverkaufen kann – und Lebensqualität kein Kollateralschaden einer einseitigen Entwicklung.
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