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CSD-Anschlag: Merz macht Witze von Deutschen für Terror verantwortlich | NIUS Live

27-07-2026, 18:26

Samstagabend, 22 Uhr, mitten in Berlin: Ein 21-jähriger, polizeibekannter Islamist rast mit einem gemieteten Kastenwagen in die feiernde Menge am Rande des Christopher Street Day im Tiergarten. Eine Frau stirbt, 29 weitere Menschen werden verletzt, einige lebensgefährlich. Doch damit endet der Angriff nicht: Nach dem Aufprall gegen einen Baum flieht der Täter zu Fuß weiter und geht mit einer Machete auf Passanten los.

20 Stunden dauert die Großfahndung, bei der Bundespolizei Bahnhöfe, Grenzübergänge und Flughäfen kontrolliert. Am Sonntagabend dann der Zugriff: In einer Gartenlaube in Berlin-Spandau wird der Attentäter vom SEK gestellt und bei einem Schusswechsel getötet.

Was danach ans Licht kommt, wirft Fragen auf, die weit über die Tat selbst hinausgehen. Der Täter war den Behörden längst bekannt als Islamist, als verurteilter Gefährder, als jemand, der schon einmal versucht hatte, sich dem IS anzuschließen. Verurteilt wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, saß er dennoch nicht im Gefängnis, sondern auf Bewährung – begleitet von sogenannten Deradikalisierungsgesprächen, zu denen er kaum erschien.

Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem islamistischen Terroranschlag. Seine späteren Äußerungen bei einem Trauergottesdienst sorgen jedoch für heftige Kontroversen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußerte offen Unverständnis für das milde Urteil gegen den Täter.
Wir sprechen über das Staatsversagen, das diesem Anschlag vorausging, über die Rolle der Justiz und darüber, warum ein verurteilter, überwachter Gefährder frei durch Berlin laufen konnte.
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