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Wer die pseudomoralischen Spielregeln seiner Gegner akzeptiert, verliert!
5-08-2026, 10:13
Einen kurzen Schlagabtausch zwischen Bild-Vizechefredakteur Paul Ronzheimer und dem Publizisten Jan A. Karon auf X nutzte Staatsrechtler Ulrich Vosgerau zu einer bemerkenswerten Analyse. Darin erklärt er, weshalb bürgerlich-liberal-konservative Politiker seit Jahren regelmäßig verlieren.

Ein Kommentar von Michael Scharfmüller
Alles begann damit, dass Ronzheimer auf X ein Video einer Antifa-Plattform teilte. Karon antwortete darauf mit einem Bericht, der zeigt wie gewalttätig ein Antifa-Mob gegen die friedliche Demo der "Generation Deutschland" vorging. Dazu stellte er die Frage, was genau am patriotischen Protest untragbar gewesen sei. Anstatt konkret darauf zu antworten, ging Ronzheimer gleich in den Angriffsmodus über:
"Jemand, der mittlerweile selbst Sellner retweetet, findet sowas nicht „anstößig“, das glaub ich gern."
Kontaktschuld statt Argumente
Karon ließ sich davon nicht einschüchtern. Er stellte klar, dass er selbst entscheide, welche Inhalte er weiterverbreite und welche nicht. Zudem zeigte er sich kämpferisch:
"Hören Sie doch mal auf mit Ihrer grenzdebilen Kontaktschuld. Sie haben kein einziges Gegenargument genannt."
Vosgerau erklärt das eigentliche Problem
Diesen kurzen Schlagabtausch griff der Staatsrechtler Ulrich Vosgerau auf. Er stellt klar, dass immer das Argument entscheidend sein muss und nicht die Person. Zudem hielt er fest, dass sich "unser deutsches Vaterland" in einer "fast ausweglos beschissenen Situation" befinde. Schuld daran sei die "politische Linke", die "als staatlich alimentierte 'Priesterkaste'" agiere. Ihr sei es gelungen,
"eine Fülle von 'Regeln' aufzustellen (die sie übrigens auch laufend ändert und selbst oft nicht beachtet!), die auch ihre politischen Gegner als 'verbindlich' erleben und die es der Linken ermöglichen, jeden rationalen Sachdiskurs sofort abzubrechen oder in ihrem Sinne 'umzusteuern'."
Konservative agieren oft ähnlich wie "moskauhörige Kommunisten"
Diese politische und kulturelle Vorherrschaft der Linken habe dazu geführt, dass sich "Akteure, die sich selbst als liberal oder konservativ einschätzen, oft ähnlich steuerbar wie früher nur die moskauhörigen Kommunisten" verhalten würden. Einen Unterschied gebe es jedoch: Die liberal-bürgerlich-konservativen Akteure würden selbst nicht bemerken, dass "sie von links gesteuert werden".
Nein zur Kontaktschuld
Vosgerau wirft Ronzheimer vor, dass er glaube, dass die totale Ablehnung von bestimmten Personen wie Martin Sellner "ein Gebot der prowestlich-liberalen Wohlanständigkeit" sei. In Wahrheit sei jedoch genau das Gegenteil der Fall:
"prowestlich und liberal ist, wenn nur Argumente zählen – und nicht die Index-Listen und Bannsprüche der roten Dunkelmänner, die seit 50 Jahren bei uns "Heilige Inquisition" spielen!"
Unter diesen Bedingungen kann man nicht gewinnen
Wer nun wirklich "prowestlich und liberal" ist, ist hier nicht entscheidend. Wichtig ist zu verstehen, wie Deutungshoheit und Hegemonie funktionieren. Wer akzeptiert, dass sein politischer Gegner die Spielregeln nach Belieben festlegen und jederzeit ändern kann, kann niemals gewinnen. So wie selbst ein Schachweltmeister nicht gegen einen Schuljungen gewinnen kann, wenn dieser Spielregeln selbst festlegen und jederzeit ändern kann.
Nach eigenen Maßstäben entscheiden
Wer eine echte patriotische Wende in unserer Heimat herbeiführen will, muss aufhören, die pseudomoralischen Spielregeln unserer Gegner zu akzeptieren. Wer die kulturelle und politische Vorherrschaft der Linken beenden will, darf nicht nach deren Pfeife tanzen. Wer als Patriot nicht bereit ist, sich für seine Überzeugungen und seine Weltanschauung in den Gegenwind zu stellen, wird Untergangsverwalter bleiben, anstatt Zukunftsgestalter. Wie immer gilt nämlich:
Wer sich distanziert, verliert!
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