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Benedikt Kaiser warnt in „Financial Times“ vor unkritischer Trump-Nähe
19-08-2026, 18:52

Die international einflussreiche Financial Times (FT) beschäftigt sich derzeit mit dem Verhältnis der europäischen Rechten zu Donald Trump. In Deutschland ist dabei auch der Publizist Benedikt Kaiser ins Blickfeld der britischen Wirtschaftszeitung geraten.
Ein Beitrag von Christoph Grubbinder
Die britische Financial Times (FT) gehört zu den weltweit bekanntesten Wirtschaftszeitungen und wird insbesondere von Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik gelesen. In einem aktuellen Beitrag über das Verhältnis der AfD zur MAGA-Bewegung kommt Benedikt Kaiser dazu zu Wort. Dabei wird er als "einer der einflussreichsten Denker der deutschen ‚Neuen Rechten‘" und „bebrillter ehemaliger Neonazi“ den Lesern vorgestellt.
Kaiser kritisiert „MAGA-Fans“
Im Gespräch mit FT kritisiert Kaiser jene Kräfte innerhalb der AfD, die sich völlig unkritisch an der amerikanischen MAGA-Bewegung ausrichten:
„Es fängt wirklich banal an. Sie mögen die Kappen: Make America Great Again, Make Germany Great Again.“
Und weiter:
„Sie sind Fans, und Fans verhalten sich wie Fans.“
Besonders kritisch sieht Kaiser die Begeisterung für Trumps Außenpolitik. Die Reaktionen mancher Parteivertreter fasst er spöttisch zusammen:
„Maduro? Bravo! Iran? Bravo! Grönland? Bravo!“
Dabei wirft er den deutschen MAGA-Fans vor, die Konsequenzen dieser Politik "überhaupt nicht zu Ende gedacht“ zu haben. Durch den Krieg gegen den Iran, sieht Kaiser seine Sichtweise bestätigt.
Zwei Stunden Gespräch mit Financial Times
Info-DIREKT hat bei Kaiser nachgefragt, wie die Financial Times auf ihn aufmerksam geworden ist. Er vermutet, dass seine kritischen Äußerungen über die Trump-Fans im patriotischen Lager in Deutschland das Interesse der FT-Redaktion geweckt habe. Eine FT-Redakteurin habe sich deshalb bei ihm gemeldet. Bei einem persönlichen Treffen hätten sich beide rund zwei Stunden lang über Trump, MAGA und die damit verbundenen strategischen Fragen für die deutsche Rechte ausgetauscht.
Der nun erschienene Beitrag ist Teil einer größeren Serie der Financial Times über das Verhältnis rechter Parteien in Europa zu Donald Trump.
Von Anfang an kritisch
Auch Info-DIREKT hat die Trump-Begeisterung innerhalb des patriotischen Lagers von Anfang an kritisch begleitet. Dazu schrieb Nils Wegner einen kritischen Beitrag für das Magazin Info-DIREKT mit dem Titel "Kann nur ein Trump uns retten" und stand in einem "Info-DIREKT Live-Podcast" mit dem Titel "Donald Trumps Wahlsieg nüchtern betrachtet!" Rede und Antwort.
Mit Benedikt Kaiser verbindet Info-DIREKT wiederum eine langjährige Zusammenarbeit. Er steht uns regelmäßig für Interviews zur Verfügung, zuletzt in diesem Gespräch, und veröffentlicht immer wieder Gastkommentare im Magazin Info-DIREKT.
Seinem Konzept des „Solidarischen Patriotismus“ haben wir sogar eine eigene Ausgabe unseres Magazins gewidmet.
Dass Kaiser nun ausführlich in der Financial Times zu Wort kommt, zeigt, dass Debatten, die innerhalb des patriotischen Lagers geführt werden, längst von internationalen Medien aufmerksam verfolgt werden.
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