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WerteUnion Niedersachsen: Kritik an der NOZ-Berichterstattung über „Omas gegen Rechts“
Die WerteUnion 10-02-2026, 15:34 Demokratie, Protest, Medien

Die WerteUnion Niedersachsen kritisiert die Berichterstattung der Neue Osnabrücker Zeitung über die Initiative Omas gegen Rechts als politisch einseitig und journalistisch unvollständig. Der betreffende Beitrag des NOZ-Redakteurs Jean-Charles Fays übernimmt weitgehend die Selbstbeschreibung der Initiative und verzichtet auf eine kritische Distanz, wie sie von einem regionalen Leitmedium zu erwarten wäre.
Statt eine fundierte Einordnung vorzunehmen, präsentiert der Artikel die Gruppe nahezu ausschließlich aus deren eigener Perspektive. Damit wird ein positives Narrativ reproduziert, ohne die politischen, organisatorischen und personellen Hintergründe angemessen zu beleuchten. Journalistische Sorgfalt erfordert jedoch, nicht nur Selbstaussagen abzubilden, sondern diese einzuordnen, zu prüfen und – wo geboten – zu hinterfragen.
Besonders problematisch ist, dass zentrale Aspekte vollständig unerwähnt bleiben. Dazu zählt die klare politische Verortung der Initiative, die weit über ein zivilgesellschaftliches Engagement im neutralen Sinne hinausgeht. Ebenfalls ausgeblendet werden offene Fragen zur öffentlichen Förderung und zur Verwendung staatlicher oder staatsnaher Mittel, obwohl diese Fragen für eine transparente demokratische Debatte von erheblicher Bedeutung sind.
Hinzu kommt, dass öffentlich bekannte personelle Hintergründe nicht thematisiert werden. So wird etwa die frühere Tätigkeit der Berliner Gründerin Sarah Wiens im Umfeld der DDR-Staatssicherheit vollständig verschwiegen. Unabhängig von der individuellen Bewertung ist ein solcher biografischer Kontext für die politische Einordnung einer bundesweit agierenden Initiative relevant und darf in einer kritischen Berichterstattung nicht ignoriert werden.
Auffällig ist zudem, dass andere, deutlich kritischere Bewertungen vergleichbarer politischer Gruppierungen keinerlei Erwähnung finden. Dadurch entsteht ein verzerrtes Gesamtbild, das weniger von journalistischer Ausgewogenheit als von politischer Parteinahme geprägt ist. Eine solche Form der Darstellung läuft dem Anspruch unabhängiger Berichterstattung zuwider.
Die WerteUnion Niedersachsen erwartet von einem regionalen Leitmedium wie der NOZ Distanz, Ausgewogenheit und gründliche Recherche – nicht journalistische Schonung politisch genehmer Initiativen. Medien tragen eine besondere Verantwortung für den offenen demokratischen Diskurs. Dieser lebt von Vielfalt der Perspektiven und kritischer Einordnung, nicht von Einseitigkeit oder stillschweigender Ausblendung unbequemer Fakten.
Demokratie braucht Streit, Transparenz und Offenheit – auch und gerade in der Berichterstattung.
NOZ: Haltung, statt Journalismus: Omas gegen Rechts
#wuniedersachsen #werteunionniedersachsen
#konservativliberal #FreiheitstattSozialismus
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