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Ausbilderexerzieren des Südtiroler Schützenbundes

Südtiroler Schützenbund 20-01-2026, 09:17 event

Einheitliches Auftreten als sichtbares Zeichen von Haltung und Verantwortung

EPPAN – Um eine einheitliche, zeitgemäße und fachlich fundierte Auslegung der Exerzierordnung sicherzustellen, veranstaltete der Südtiroler Schützenbund am Samstag, 17. Jänner 2026, ein Ausbilderexerzieren für Bezirksausbilder, Kompanieausbilder, Bezirksmajore sowie weitere Ausbilder des SSB. Austragungsort war die Obstgenossenschaft SACRA in Eppan.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine umfassende Bestandsaufnahme des aktuellen Exerzierens im Südtiroler Schützenbund. Seit mehr als 25 Jahren rücken die Schützen im südlichen Tirol wieder mit historischen Waffen – Gewehr und Säbel – aus. Nach dieser langen Zeit war es angebracht zu prüfen, wie einheitlich das Exerzieren im gesamten Verband noch ist und wo sich unterschiedliche Auslegungen der Exerzierordnung entwickelt haben.

Fachliche Impulse lieferten unter anderem Mjr. Egon Zemmer, Bundesgeschäftsführer des SSB, sowie Mjr. Andreas Thoma, Bundesexerzierreferent. In seinem Kurzreferat brachte Zemmer die Bedeutung des Exerzierens klar auf den Punkt:

„Der Südtiroler Schützenbund tritt auf – und nicht jeder im Umfeld ist davon begeistert. Das Erste, was wahrgenommen wird, sind Haltung, Würde und Selbstdisziplin. Unsere Auftritte sind die Bewerbungsmappe für unsere Anliegen.“




Der praktische Teil des Ausbilderexerzierens wurde von Andreas Raass, Ehrenhauptmann und langjähriger Viertelkommandant Tirol Mitte, gemeinsam mit Hauptmann Robert Mader sowie weiteren Offizieren der Schützenkompanie Wilten gestaltet. Damit wirkten jene Ausbilder mit, von deren Erfahrung viele Südtiroler Schützen bereits Ende der 1990er-Jahre den korrekten Umgang mit den historischen Waffen von Grund auf erlernt hatten.

Die Schwerpunkte der praktischen Übungseinheiten lagen einerseits auf dem sauberen und korrekten Umgang mit dem Gewehr – den Griffen, Bewegungsabläufen und deren präziser Ausführung – und andererseits auf dem Auftreten der Offiziere. Dabei standen Kommandosprache, Körpersprache sowie die richtige Säbelhaltung im Fokus.

Ehrenhauptmann Raass leitete die Exerziersequenzen souverän, seine Begleitoffiziere achteten auf die exakte Umsetzung. Die große Erfahrung des Ehrenhauptmanns kam dabei allen Teilnehmern sichtbar zugute.



Im Rahmen seines Kurzreferats „Offizier sein – was heißt das?“ betonte Exerzierreferent Andreas Thoma:

„Der ideale Offizier ist sich seiner Rolle bewusst. Er führt, behält den Überblick und überwacht die Grundsätze. Er übernimmt Verantwortung, pflegt seine Stärken und arbeitet konsequent an seinen Schwächen.“

Zum Abschluss wandte sich Landeskommandant Christoph Schmid mit klaren Worten an die anwesenden Offiziere und Ausbilder. Er erinnerte sie an ihre besondere Verantwortung für die Zukunft des Schützenwesens:

„Ihr seid Träger von Werten und Vorbilder in der Gegenwart. Heute haben wir festgestellt, dass wir im Bereich des Exerzierens auf dem richtigen Weg sind. Dennoch gilt es, stets wachsam zu bleiben, kontinuierlich an Verbesserungen zu arbeiten und der kommenden Generation ein intaktes und würdiges Verständnis für das Tiroler Schützenwesen weiterzugeben.“

Das Ausbilderexerzieren in Eppan setzte damit ein klares Zeichen für Qualität, Einheitlichkeit und Verantwortungsbewusstsein – als Grundlage für ein geschlossenes Auftreten des Südtiroler Schützenbundes nach innen wie nach außen.

https://schuetzen.com/2026/01/19/ausbilderexerzieren-des-suedtiroler-schuetzenbundes/

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