Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

SHB: Blumengruß für Kaiserin Zita

Südtiroler Heimatbund 2-05-2026, 10:21 heritage, language

Der diesjährige Kulturausflug des Südtiroler Heimatbundes war einer Busfahrt zu unserer Sprachvergangenheit gewidmet. In den 7 Gemeinden auf der Hochfläche von Asiago/ Slege verstarb 2016 der letzte zimbrisch/ tautsche Muttersprachler, somit ist die Sprache erst vor kurzem ausgestorben, so Reiseleiter Thomas Winnischhofer. Überrascht waren alle über die einsprachigen deutschen Straßennamen.

In Roana/ Robaan erwartete uns im Museum über die zimbrisch-alt-deutsche Sprache und Kultur der 7 Gemeinen (museo della cultura e tradizione cimbra) der ehrenamtliche Mitarbeiter Flavio. Er erzählte uns die Geschichte der deutschen Siedler auf der Hochfläche von Asiago/Slege. Aus seinen Erklärungen war zu entnehmen, dass die sieben Gemeinden von 1310 bis 1807 eine weitgehend eigenständige deutsche Bauernrepublik war.

Nach einem guten und üppigen Mittagessen besuchte die Reisegruppe das Wassermuseum Kaberlaba in Asiago/ Slege. Dort erfuhren die Teilnehmer, dass es auf der Hochebene ausgiebigen Niederschlag gibt, aber das Karstgestein das Wasser ungehindert versickern lässt. Ein Ziel der privaten Betreiber des Wassermuseums ist die Vermittlung von Wissen über Wasserressourcen aus wissenschaftlicher, historischer, sozialer und künstlerischer Perspektive. Weiters die Förderung und Verbreitung einer Kultur des Wassers als unverzichtbare Ressource und Gemeingut, nicht als Ware.

Heimwärts stand noch der Besuch der Zitakapelle auf dem Vezzenapass auf dem Programm. Sie steht auf 1515 Metern Höhe am Weg, der zum Gipfel des Kleinen Mittagskofels führt. Erbaut wurde sie von den Soldaten des 10. Battalions aus der Steiermark, während des ersten Weltkrieges nach einem Projekt des Leutnants Kielmannsegg. In den Monaten zuvor war bereits ein kleiner Bergfriedhof für die gefallenen Soldaten angelegt worden. Die Namensgebung galt der neuen Kaiserin, Zita von Bourbon, der Frau von Karl I, der nach dem Tod von Kaiser Franz Josef (21. November 1916), seinem Großonkel, auf den Thron gestiegen war.

Mit einem Blumengruß zollten die Teilnehmer der letzten österreichischen Kaiserin Zita und allen Gefallenen des 1. Weltkrieges ihren Dank für die Verteidigung Tirols.

Mit vielen Informationen über die Geschichte der 7 Gemeinden reicher ging es dann Richtung Bozen heimwärts!

Bild: Die Teilnehmer der Kulturfahrt mit Blumengruß am Eingang zur Zitakapelle.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

https://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/shb-blumengruss-fuer-kaiserin-zita/

Ähnliche Nachrichten

Was ist der „Operationsplan Deutschland“? Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamtes, erläutert die Hintergründe.

Weiterlesen

In diesem Video spricht Alex über den WHO Pandemievertrag. 

Weiterlesen

Wir feiern an Ostern das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Was wir an jedem Sonntag feiern, erreicht in diesen Tagen seinen Höhepunkt.

Weiterlesen

Sollte die KI-Blase platzen, dann droht der Weltwirtschaft ein massiver Schock und ein Zusammenbruch. So ein aktueller Bericht der globalistischen Superbank „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“.

Weiterlesen

Die Tatsache, dass sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion über deutsches Recht hinwegsetzt und ein Gesetz bricht, für das er selbst votiert hat, kann man als blanken Hohn oder zutiefst arrogante Heuchelei verstehen. Unstrittig ist nur, dass sie einen sofortigen Rücktritt unabdingbar macht, und zwar einen Rücktritt von allen politischen Ämtern

Weiterlesen

Zur Ankündigung der Landesregierung, künftig Drug-Checking-Modellvorhaben in Schleswig-Holstein zu ermöglichen, erklärt der sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Christian Dirschauer:

„Es ist gut, dass Drug-Checking endlich kommt. Schade ist nur, dass CDU und Grüne dafür fast drei Jahre gebraucht haben, um am Ende eine Lösung vorzulegen, die viele Betroffene weiterhin gar nicht erreicht.

Weiterlesen

Bundestag und Bundesregierung sind in die Sommerpause gestartet – im Gepäck zwei große Versprechen: spürbare Steuerentlastung und sinkende Rentenbeiträge. Doch was Kanzler Friedrich Merz den Bürgern verspricht, hält einer genauen Prüfung nicht stand. Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Frank Hechtner (FAU Erlangen-Nürnberg) im Auftrag der FAZ zeigen: Für nahezu jede Einkommensgruppe wird es 2028 unterm Strich teurer – nicht günstiger.
 

Weiterlesen

Ceuta ist in diesen Tagen ein erneuter Stresstest für die Europäische Union und für eine Bundesregierung, die dem immer stärker werdenden Migrationsdruck hilf- und tatenlos zusieht und sich mit eher schläfrig wirkenden Lippenbekenntnissen versucht aus der Affäre zu ziehen.

Weiterlesen

In diesem Video spricht Alexander Kühn mit dem investigativen Journalisten und Bestsellerautor Gerhard Wisnewski über sein neues Jahrbuch „Verheimlicht – vertuscht – vergessen 2026“, das jetzt schon vorbestellbar ist.

Weiterlesen
Souveränität beginnt mit der Fähigkeit, Nein zu sagen

Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.

Wenn der Wähler die „Falschen“ wählt: Sachsen-Anhalt und die Grenzen der Demokratie

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?

Der Thüringer Knoten: Vier Akteure und die Grenzen der Brandmauer

In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.